Christian Schmidt im Plenum

Staatssekretär Schmidt eröffnet erstes Karriereberatungsbüro der Bundeswehr

Christian Schmidt spricht von Leuchtturmprojekt in Deggendorf

Dienstag, 03.04.2012

„Kapital lässt sich beschaffen, Fabriken kann man bauen, Menschen muss man gewinnen“, zitierte Staatsekretär Schmidt in seinem Grußwort einen Topmanager und stellte die Herausforderungen für eine erfolgreichePersonalgewinnung der Bundeswehr heraus. Das Büro in Deggendorf habe eine „Leuchtturmfunktion für dieneue Organisation der Personalgewinnung“.

Im Rahmen der Neuausrichtung der Bundeswehr werden auch Nachwuchsgewinnung und Personalmanagement reformiert. Soldaten und zivile Mitarbeiter informieren in dem am 2. April 2012 durch Staatssekretär Schmidt eröffneten Büro Bewerber über Möglichkeiten militärischer und ziviler Laufbahnen in der Bundeswehr. Neben diesen zentralen Anlaufstellen wird es 200 weitere mobile Büros geben, zusätzlich zu den 17 mobilen Informations-Trucks der Personalgewinnung, die bundesweit unterwegs sind.

Im niederbayerischen Deggendorf sieht Christian Schmidt die Bundeswehr sehr gut in die Bevölkerung integriert. Das Zusammenwirken von Behörden und Schulen mit der der Karriereberatung und den in der Region stationierten Verbänden - dem Aufklärungs­bataillon 8 in Freyung und dem Panzergrenadierbataillon 112 in Regen – zeige sich in zahlreichen gemeinsamen Veranstaltungen, so Schmidt. Generalleutnant Born, Abteilungsleiter Personal im Verteidigungsministerium, verwies auf die neuen Herausforderungen der Nachwuchsgewinnung: Sinkende Geburtenzahlen, Aussetzung der Wehrpflicht und Attraktivität der zivilen Arbeitgeber – all das stellt die Bundeswehr vor die Aufgabe, ihre Attraktivität als Arbeitgeber herauszustellen.

Um den Personalbedarf der Bundeswehr in Zukunft auch weiterhin mit qualifiziertem Nachwuchs decken zu können, werden künftig jährlich etwa bis zu 70.000 junge Männer und Frauen als Bewerber benötigt. Dabei betonte Schmidt, dass die Bundeswehr als Arbeitgeber sowohl für den ausgebildeten Ingenieur, als auch für den Hauptschüler geeignete Laufbahnen und Weiterbildungsmöglichkeiten anbiete. Er verwies dabei vor allem auf die Neuerungen bei den Verpflichtungszeiten und die Verbesserungen der Weiterbildungsmöglichkeiten während und nach der aktiven Dienstzeit. Jedoch müsse sich jeder Bewerber im Klaren sein, dass der Auslandseinsatz mittlerweile zu einer Laufbahn bei der Bundeswehr dazugehöre.


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