Christian Schmidt im Plenum

Staatssekretär Schmidt startet neue Veranstaltungsreihe „Punkt Schmidt – Themen auf den Punkt gebracht“

Erfolgsgeschichte „Bundesfreiwilligendienst“ – Fachgespräch mit Dr. Jens Kreuter

Mittwoch, 14.03.2012

Dr. Jens Kreuter, Leiter Arbeitsstab Freiwilligendienste im BMFSFJ, und Staatssekretär Christian Schmidt freuen sich über die Erfolgsgeschichte des Bundesfreiwilligendienstes.

Dr. Jens Kreuter, Leiter Arbeitsstab Freiwilligendienste im BMFSFJ, und Staatssekretär Christian Schmidt freuen sich über die Erfolgsgeschichte des Bundesfreiwilligendienstes.

Christian Schmidt, Parlamentarischer Staatssekretär und heimischer Bundestagsab-geordneter, hat am Dienstag, den 13. März 2012, den Startschuss für seine neue Veranstaltungsreihe „Punkt Schmidt – Themen auf den Punkt gebracht“ gegeben. Im Mittelpunkt der Auftaktveranstaltung, die in der Frankenland-Klinik in Bad Windsheim stattfand, stand das Thema „Bundesfreiwilligendienst“. Als Gäste begrüßte Schmidt den Leiter Arbeitsstab Freiwilligendienste im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) Dr. Jens Kreuter, Bezirksrat Marco Kistner sowie Vertreter von Caritas, BRK, ASB, der Diakonie, des Fränkischen Freilandmuseums und der Frankenland-Klinik.

„Vor einem Jahr gab es noch zahlreiche Stimmen, die meinten, das mit dem Bundesfreiwilligendienst wird nichts. Heute ist er eine echte Erfolgsgeschichte, auf die wir stolz sein können“, bringt Schmidt es auf den Punkt. Und auch Kreuter, ehemaliger Bundesbeauftragter für den Zivildienst und jetziger Leiter des Arbeitsstabes Freiwilligendienste im BMFSFJ, zeigt sich sichtlich erfreut: „Als wir damals gesagt haben, wir wollen Fördermittel für 35.000 Bundesfreiwilligendienstleistende (BFDler) wurden wir ausgelacht und es hieß „Das schafft ihr nie““, erinnert sich Kreuter. „Mitte Februar haben wir nun den 35.000ten BFD-Vertrag unterschrieben.“

In Bayern sei die Anzahl der BFDler im bundesweiten Vergleich allerdings etwas unter-durchschnittlich, während das Engagement für das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) überdurchschnittlich sei. „So haben wir zum Beispiel im Landkreis Neustadt Aisch – Bad Windsheim 20 BFDler.“ Das liege aber auch daran, dass die bayerischen Schulen sehr gute Arbeit geleistet haben. „Letztes Jahr hatten wir einen doppelten Abiturjahrgang, weshalb wir damit gerechnet hatten, dass sich viele Abiturienten für einen Freiwilligendienst entscheiden“, so Kreuter. „Freiwilligendienste dienen ja oft erst einmal der Orientierung, wenn Schulabgänger noch nicht wissen, was sie studieren oder welche Berufsausbildung sie machen möchten“, erklärt Kreuter. „Allerdings haben die bayerischen Schulen sich und die Schüler sehr gut auf den Doppeljahrgang vorbereitet, Berufsfindungs- und Beratungsprogramme angeboten, so dass die Abiturienten dann gleich gezielt ihre Ausbildung oder ihr Studium begonnen haben.“ Kreuter sieht in der Anzahl an BFDlern in Bayern überhaupt kein Problem. „Die inzwischen 19 Zentralstellen in Deutschland rechnen für das im Sommer 2012 beginnende Freiwilligenjahr mit rund 60.000 Anmeldungen allein für den Bundesfreiwilligendienst.“

Besonders erfreut zeigten sich Schmidt und Kreuter auch über die Entwicklung des Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ). „Vor eineinhalb Jahren wurde immer wieder darüber diskutiert, der Bundesfreiwilligendienst könne dem Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) schaden“, berichtet Kreuter. „Heute wissen wir, dass das nicht passiert ist. Im Gegenteil. Wir haben heute rund 10.000 FSJ-ler mehr als noch im letzten Jahr.“

Über 85.000 freiwillig Dienstleistende gibt es derzeit in Deutschland, sei es im Freiwilligen Sozialen Jahr, im Freiwilligen Ökologischen Jahr oder beim Bundesfreiwilligendienst. „Das sind mehr als zehn Prozent eines Geburtsjahrganges“, betont Kreuter und nutzt die Gelegenheit auch den vielen tausend Einrichtungen in Deutschland Dank und Respekt auszusprechen. „Die Umstellung nach der Abschaffung des Zivildienstes ist gut gelaufen, weil die Einrichtungen das in herausragender Weise bewältigt und Plätze für die BFDler bereit gestellt haben.“

„Wir können stolz auf das Erreichte sein. Dass sich so viele Menschen ehrenamtlich engagieren ist ein großer Pluspunkt für unsere Gesellschaft und es zeigt auch, dass unsere Gesellschaft weitaus mehr kann als oft erwartet wird“, bringt Schmidt es auf den Punkt. „Jetzt geht es darum das Konzept weiter zu entwickeln. Und dafür kamen von den heutigen Gesprächsteilnehmern schon zahlreiche gute Vorschläge, für die ich mich bedanke“, so der Bundestagsabgeordnete. „Wir werden uns mit aller Kraft dafür einsetzen, diese Erfolgsgeschichte weiterzuführen.“


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