Christian Schmidt im Plenum

Durchbruch für Initiative zur Förderung der Organspendebereitschaft

Parlamentarischer Staatssekretär Christian Schmidt MdB unterstützt Gesetzentwurf im Deutschen Bundestag

Freitag, 09.03.2012

„Kein Zwang - aber alle Bürgerinnen und Bürger sollen umfassend informiert und auch aufgefordert werden, zu entscheiden.“ Mit diesen Worten erläutert der Parlamentarische Staatssekretär Christian Schmidt den Kern eines von vielen Bundestagsabgeordneten aller Fraktionen mitgetragenen Konsenses zum Thema Organspende. „Täglich sterben Menschen, ohne dass ein für sie geeignetes Spenderorgan bereitgestellt werden konnte. Gleichzeitig wissen wir aber aus Erhebungen, dass viele Menschen dazu bereit wären, ihre Organe nach dem Tod anderen Personen zu spenden. Ich glaube, dass wir hier viel erreichen können, wenn sich in Zukunft jeder einmal mit dem Thema Organspende auseinander setzen wird“, so Schmidt. „Keinesfalls geht es um Zwang, sondern darum, die Menschen vom Sinn einer Organspende zu überzeugen.“ Christian Schmidt führt seit 15 Jahren ständig einen Organspenderausweis bei sich.

Nach dem fraktionsübergreifenden „Entwurf eines Gesetzes zur Regelung der Entscheidungslösung im Transplantationsgesetz“ werden künftig alle Deutschen regelmäßig von ihren Krankenkassen per Post angeschrieben, über die Organspende informiert und zur Abgabe einer Erklärung über ihre Organspendebereitschaft aufgefordert. Dies geschieht erstmalig im Laufe des ersten Jahres nach Inkrafttreten des Gesetzes, dann nach weiteren zwei Jahren und nach der Aufforderung im Jahr 2017 alle fünf Jahre. Darüber hinaus sollen die Behörden bei der Ausgabe von amtlichen Ausweisen wie dem Reisepass oder Führerschein Informationen zur Organspende ausgeben.

Voraussichtlich am 22. März wird in erster Lesung über den Gesetzentwurf im Deutschen Bundestag beraten.


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