Christian Schmidt im Plenum

Betreuungsgeld – Wahlfreiheit der Familie wird gestärkt

Staatssekretär Schmidt: „Private Erziehungsleistung würdigen“

Mittwoch, 23.11.2011

„Die CSU achtet die Familie nach wie vor als Keimzelle der Gesellschaft! Selbstverständlich geht dies mit Kinderbetreuung in öffentlichen oder kirchlichen Einrichtungen einher“, betont Christian Schmidt, Parlamentarischer Staatssekretär und Bundestagsabgeordneter. „Aber wir sind entschieden dagegen, so zu tun, als ob nur der Staat die Kinder erziehen sollte! Wir werden Familien weiter stärken und die Wahlfreiheit für unterschiedliche Lebensmodelle verbessern. Mit dem Betreuungsgeld ist das gesichert.“ Eltern, die ihre Kinder bis zum dritten Lebensjahr selbst oder in der Familie betreuen, erhalten ab 1. Januar 2013 einkommensunabhängig monatlich 100 Euro Betreuungsgeld für jedes Kind im 2. Lebensjahr. Ab 2014 wird es dann 150 Euro für das 2. und 3. Lebensjahr geben. „Damit stärken wir das Vertrauen in die Eltern, erkennen ihre Erziehungsleistung an und unterstützen diese“, so Schmidt.

„Wir haben lange für das Betreuungsgeld gekämpft.“ Deshalb ärgere er sich um so mehr über die Bezeichnung des Betreuungsgeldes als „Herdprämie“. „Das ist nicht nur sachlich falsch, sondern eine Beleidigung der Eltern, denn auch wer berufstätig ist, erhält Betreuungsgeld.“ Es behindere Berufstätigkeit also in keinster Weise – im Gegenteil! „Schon heute sind übrigens auch in Bayern mehr Mütter kleiner Kinder berufstätig als anderswo – und die Mehrzahl gibt ihr Kind nicht in eine Krippe, auch wenn Angebote zur Verfügung stehen“, berichtet Schmidt und dankte in diesem Zusammenhang auch dem oft doch noch unterstützenden Familienverband.

„Diejenigen, die das Betreuungsgeld kritisieren, würdigen die Erziehungsleistung der Eltern herab“, so der Bundestagsabgeordnete. „Natürlich können wir nie ganz ausschließen, wie beim Kindergeld auch, dass da und dort missbräuchlich die staatliche Leistung nicht den Kindern zugutekommt. Aber wir dürfen nicht alle Familien unter Generalverdacht stellen.“

„Auch wenn Krippenbetreuung sinnvoll sein kann und Kindertagesstätten viele Vorteile haben, gilt fast immer: Eltern sind die wichtigsten Experten für ihre Kinder. Eltern sind nicht die schlechteren Erzieher“, so Schmidt. „Deshalb könne es nicht sein, dass Eltern, die die Kindertagesstätte nicht in Anspruch nehmen, in unserem Familienbild überhaupt nicht mehr vorkommen. Es kann auch nicht sein, dass wir bei der Pflegeversicherung und der Betreuung älterer Menschen den Vorrang der häuslichen Pflege gesetzlich festschreiben, gesellschaftlich unterstützen und erbitten, gleichzeitig den Eltern aber mitteilen, dass sie nicht als geeignet angesehen werden, ihre eigenen Kinder zu betreuen.“

Mit dem Betreuungsgeld habe die CSU ein wichtiges Signal an die Eltern gesendet, die ihre Kinder zu Hause betreuen. „Wir zeigen, dass uns diese Väter und Mütter wichtig sind, ihre Erziehungsleistung wertvoll ist und auch dem Staat etwas wert ist. Jeder Kita-Platz wird mit bis zu 1.000 Euro Steuergeld pro Monat subventioniert. Da ist es nur fair, wenn der Staat auch diejenigen Eltern unterstützt, die sich für einen anderen Weg der Kinderbetreuung entscheiden“, so Schmidt.


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