Christian Schmidt im Plenum

Staatssekretär Schmidt: „22. September soll zum Weltmädchentag der Vereinten Nationen erklärt werden“

Mittwoch, 21.09.2011

„Der 22. September soll zu einem Tag der Vereinten Nationen für die Rechte von Mädchen erklärt werden“, betont Christian Schmidt, Parlamentarischer Staatssekretär und heimischer Bundestagsabgeordneter, und unterstützt damit einen Antrag der Bundestagsfraktionen von CDU/CSU, SPD, FDP und Bündnis 90/Die Grünen, über den heute im Plenum abgestimmt werden soll. „Darin fordern wir die Bundesregierung auf, sich bei den Vereinten Nationen dafür einzusetzen, den 22. September zum Weltmädchentag zu deklarieren“, so Schmidt.

„Weder am Internationalen Frauentag noch am Weltkindertag wird bislang auf die besondere Situation der Mädchen aufmerksam gemacht“, erklärt der Unionspolitiker. „Mädchen und Frauen, die etwa die Hälfte der Weltbevölkerung repräsentieren, spielen eine zentrale und unverzichtbare Rolle in ihren Gesellschaften“, so Schmidt. „Gerade in Entwicklungsländern leisten sie einen erheblichen – meist unbezahlten – Beitrag zum Bruttosozialprodukt und sind die treibende Kraft für ihre Familien und Gemeinden.“ Selten werde dies aber entsprechend gewürdigt. „Viel eher erfahren sie in weiten Teilen der Erde Benachteiligung, Ausbeutung, Gewalt und Ausgrenzung. Das hat weichenstellende Bedeutung und bildet die Grundlage für die häufig lang nachwirkenden Benachteiligungen von Frauen über deren gesamten Lebensverlauf hinweg.“

Um die Diskriminierung und Ausbeutung von Mädchen zu beenden und ihre Rechte zu gewährleisten, bedürfe es deshalb eines noch stärkeren öffentlichen Bewusstseins für ihre Situation und eines aktiven politischen Handelns.

„Ein Weltmädchentag der Vereinten Nationen soll dazu beitragen, das Bewusstsein für ihre Sicherheit und Rechte vor allem dort sichtbarer zu machen, wo sie noch lange nicht selbstverständlich sind“, betont Schmidt. „Damit der Tag über Symbolik hinausgeht, stehen alle politischen und gesellschaftlichen Kräfte in der Pflicht, ihn durch entsprechende Initiativen mit Leben zu füllen.“


zurück zur Übersicht