Christian Schmidt im Plenum

Boykott der Papstrede: Staatssekretär Schmidt zeigt nicht den Hauch von Verständnis für SPD, Grüne und die Linke

Dienstag, 20.09.2011

Dem Ansinnen von SPD, Linke und Grünen, sich der Rede des katholischen Kirchenoberhauptes im Rahmen seines Deutschlandbesuches im Plenum zu verweigern, tritt Staatssekretär Christian Schmidt, Landesvorsitzender des Evangelischen Arbeitskreises der CSU und Fürther Bundestagsabgeordneter, „nicht mit dem Hauch von Verständnis“ entgegen: „Es ist ein Gebot des Anstandes und des Respektes, dass alle Abgeordneten des Bundestages während der Rede des Papstes im Plenum anwesend sind."

Weiter erklärte er, dass gerade diejenigen Bundestagsabgeordneten von SPD, Grünen und Linke, die der Rede fernbleiben wollen, gleichzeitig aber Toleranz und Meinungsfreiheit als persönliche Monstranz vor sich her tragen, jetzt Farbe bekennen müssen. „Man kann sich als Volksvertreter nicht nur die Meinungen anhören, die einem ins persönliche Grundsatzprogramm passen!“ „Die, die da jetzt rausgehen, müssen dann aber nicht wieder zum ökumenischen Kirchentag reinkommen“, so Schmidt. 

Die unter dem Motto „Wo Gott ist, da ist Zukunft“ stehende dritte Reise von Papst Benedikt nach Deutschland ist gleichzeitig ein wichtiges Signal für Katholiken und Protestanten sowie die Zukunft der deutschen Ökumene. „Alle Christen in Deutschland sehnen sich nach Signalen der Vertiefung des gemeinsamen Zusammenwirkens der Konfessionen, sei es in der Politik oder auch bei Fragen zum gemeinsamen Abendmahl“, erklärte Schmidt.

„Der Ort der ökumenischen Begegnung ist mit Erfurt goldrichtig gewählt“, so der CSU-Politiker. „Ich hoffe und gehe fest davon aus, dass der Besuch in Erfurt nicht nur eine ökumenische Pflichtveranstaltung, sondern eine Fortsetzung des ökumenischen Gedankens von München ist“, sagte der bayerische Landesvorsitzende des EAK. „Ich setze große Hoffnung auf die integrierende Kraft des Papstes und die gemeinsamen Gespräche mit den Vertretern der Evangelischen Kirche in Deutschland, zum Wohle aller Christen in Deutschland!“


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