Christian Schmidt im Plenum

Bundeswehr im Kosovo ist eine Erfolgsgeschichte

Staatssekretär Christian Schmidt zu politischen Gesprächen und Truppenbesuch im Kosovo

Mittwoch, 20.07.2011

1999 hat der internationale Einsatz begonnen und nun rückt die letzten Etappe immer näher. Mitte 2012 könnte
die Sicherheitsverantwortung von der NATO-geführten KFOR-Truppe an die kosovarische Regierung übergeben werden, hieß es am Dienstag in Pristina. Das zeige, dass der Kosovo eine «Erfolgsgeschichte» sei, sagte der Parlamentarische Verteidigungs-Staatssekretär Christian Schmidt (CSU) bei seinem Besuch in der kosovarischen Hauptstadt.

1999 war der NATO-Einsatz in der damaligen serbischen Provinz gestartet, der zu Höchstzeiten 53.000 Mann umfasste, darunter rund 6.500 deutsche Soldaten. Mittlerweile stehen nur noch 5.500 Mann unter NATO-Flagge in dem seit 2008 unabhängigen Kosovo, darunter gut 900 Bundeswehrsoldaten. Diese Größenordnung sollte erst zum Jahresende erreicht werden. Die rasche Reduzierung ist nach Angaben der KFOR durch die relativ stabile Sicherheitslage möglich geworden.

Der deutsche KFOR-Kommandeur, General Erhard Bühler ist zuversichtlich. Die Lage sei deshalb so ruhig, «weil die
Unabhängigkeit den Menschen Sicherheit gibt», sagte der General und betonte: «Die Unabhängigkeit des Kosovo kann nicht mehr rückgängig gemacht werden.» Wichtig sei jetzt, ein erneutes Aufflammen ethnischer Unruhen wie 2004 zu verhindern. Damals waren dutzende Menschen getötet und zahlreiche serbische Klöster angezündet worden.

Der Parlamentarische Staatssekretär reiste in Begleitung einer Delegation des Bayerischen Landtags. In Pristina traf er auf eine Reihe politischer Gesprächspartner, unter anderem auf den Verteidigungsminister des Landes. Am Mittwoch besucht Staatssekretär Schmidt die südkosovarische Stadt Prizren, um dort den deutschen Bundeswehrsoldaten einen Besuch abzustatten.

Foto: PIZ DEU EinsKtgt KFOR








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