Christian Schmidt im Plenum

Bundestag stimmt für die Zulassung der Präimplantationsdiagnostik – Gefahr eines Dammbruchs in den Bestrebungen für den Schutz des ungeborenen Lebens

Donnerstag, 07.07.2011

Der Landesvorsitzende des Evangelischen Arbeitskreises der CSU (EAK), Parlamentarischer Staatssekretär Christian Schmidt MdB, Mitunterzeichner des Gesetzentwurfs für ein vollständiges Verbot der Präimplantationsdiagnostik (PID), bedauert die Entscheidung des Deutschen Bundestages zur Präimplantationsdiagnostik (PID).

Die breite gesellschaftliche Debatte über die Präimplantationsdiagnostik war ein herausragendes Beispiel für eine offene und faire Diskussionskultur im Deutschen Bundestag. Die Entscheidung darf allerdings aus Sicht des Evangelischen Arbeitskreises der CSU nicht unkommentiert bleiben.

„Aus meiner Perspektive ist mit der sehr vagen Formulierung, den Anwendungsbereich der PID „auf schwerwiegende Erkrankungen“ zu begrenzen, ein Dammbruch in den Bemühungen um den umfassenden Schutz des ungeborenen Lebens eingeleitet worden“, erklärte Schmidt. Mit der heutigen Entscheidung wurde die Gefahr verschärft, dass sich im Zuge des medizinischen Fortschritts die deutsche Gesellschaft auf einen Weg zur Selektion von Leben begeben hat. Staatssekretär Schmidt betonte, dass er nach wie vor davon überzeugt sei, dass es uns Menschen grundsätzlich nicht obliegt zu entscheiden, welches Leben lebenswert ist, oder nicht.


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