Christian Schmidt im Plenum

Staatssekretär Schmidt und Landtagsabgeordneter Herold: „S-Bahn-Anbindung des Landkreises Neustadt Aisch – Bad Windsheim hängt nicht von einem dritten Gleis ab!“

Montag, 21.03.2011

Hans Herold MdL, Staatssekretär Christian Schmidt MdB und Reinholf Werner, CSU-Ortsvorsitzender von Emskirchen, im Pressegespräch.

Hans Herold MdL, Staatssekretär Christian Schmidt MdB und Reinholf Werner, CSU-Ortsvorsitzender von Emskirchen, im Pressegespräch.

„Die S-Bahn-Anbindung des Landkreises Neustadt a.d. Aisch-Bad Windsheim an den Ballungsraum Nürnberg/Fürth hängt nicht von einem dritten Gleis ab!“ Das haben der Parlamentarische Staatssekretär und heimische Bundestagsabgeordnete Christian Schmidt und sein Landtagskollege Hans Herold gestern bei einem Pressegespräch in Emskirchen deutlich gemacht. Medienberichte über den geplanten zweigleisigen Neubau der Eisenbahnbrücke bei Emskirchen (Aurachtalbrücke) hatten bei Kommunalpolitikern wie Bürgern für Beunruhigung gesorgt. Befürchtet wurde, dass eine nur zweigleisige Brücke die Realisierung eines S-Bahn-Anschlusses unmöglich machen würde und die Region von der künftigen verkehrstechnischen Entwicklung abgekoppelt werde. Nach zahlreichen Gesprächen mit Vertretern der Deutschen Bahn, des Bundesverkehrs- sowie des Bayerischen Verkehrsministeriums konnten Schmidt und Herold beruhigen.

„Die Zweigleisigkeit sagt nichts über dieS-Bahn-Anbindung aus“, stellen die beiden CSU-Politiker klar. Wie die Strecke Nürnberg-Ansbach sei der überwiegende Teil des S-Bahn-Netzes Nürnberg zweigleisig, was laut Bahn ausreichend sei. „Fakt ist aber, dass die Strecke zwischen Würzburg und Nürnberg dringend entlastet werden muss“, betonen Schmidt und Herold. „Zwischen Würzburg und Fürth fahren an Werktagen durchschnittlich 250 reguläre Züge. Hinzu kommen ca. 90 Lokleerfahrten und Güterzüge.“ Es müsse darüber nachgedacht werden, wie man die für einen S-Bahn-Betrieb benötigten Kapazitäten auf der bestehenden zweigleisigen Strecke schaffen könne, zum Beispiel durch eine Umleitung der Güterzüge. Ob darüber hinaus ein teilweise dreigleisiger Ausbau wie auf der Strecke Fürth-Siegelsdorf oder bis nach Emskirchen nötig sei, sei noch nicht absehbar.

„Wir müssen jetzt die Ergebnisse der Korridorstudie „Sektor West“ abwarten, die derzeit vom Bayerischen Verkehrsministerium gemeinsam mit der Deutschen Bahn AG, dem Verkehrsverbund Großraum Nürnberg (VGN) und der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG) durchgeführt wird“, betonen die beiden Abgeordneten. „Der Abschlussbericht soll voraussichtlich Ende des Jahres vorliegen. Erst dann können zuverlässige Aussagen getroffen werden, wie es weitergeht.“

Komme die Studie zu dem Ergebnis, dass eine Erweiterung der S-Bahn in den Landkreis Neustadt sinnvoll ist, sei auch denkbar, die Kapazität der Infrastruktur durch den nachträglichen Bau einer Parallelbrücke zu erhöhen“, so die Abgeordneten. „Wenn es allerdings ohne den Bau einer zweiten Brücke geht, wäre das natürlich kostengünstiger.“

„Wir werden das Thema auf jeden Fall auch weiterhin im Auge behalten“, versprechen Schmidt und Herold. Auch für die Erhöhung der Kapazitäten auf der Strecke Neustadt - Nürnberg wollen sie sich einsetzen. „Die Züge fahren hier nur im Stundentakt. Gerade zu den Stoßzeiten, also morgens und nachmittags, wenn zahlreiche Pendler und Schüler unterwegs sind, sind die Züge oft überfüllt. Hier muss unbedingt Abhilfe geschaffen werden.“


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