Christian Schmidt im Plenum

Woche der Brüderlichkeit

Staatssekretär Schmidt als Festredner am Helene-Lange-Gymnasium

Dienstag, 15.03.2011

Staatssekretär Schmidt gibt einen geschichtlichen Einblick zum Thema

Staatssekretär Schmidt gibt einen geschichtlichen Einblick zum Thema "Jüdische Soldaten in den deutschen Streitkräften"

Jüdische Soldaten in den deutschen Streitkräften – geht das? Dieser Frage ist Christian Schmidt, Parlamentarischer Staatssekretär und heimischer Bundestagsabgeordneter, in Form eines historischen Rückblicks und einer perspektivischen Betrachtung anlässlich der Woche der Brüderlichkeit am Fürther Helene-Lange Gymnasium nachgegangen. Den zahlreichen Gästen beantwortete Schmidt die Frage mit einem eindeutigen „In der Bundeswehr – ja, das geht, ja - sogar sehr gut.“

„Dass nach dem Massenmord an Juden im Nationalsozialismus heute wieder jüdische Mitbürger ihren Dienst in der Bundeswehr leisten, ist ein Zeichen für Vertrauen in unsere Demokratie und in unsere Streitkräfte“, betonte Schmidt. Dieses Vertrauen gelte es zu stärken.

Deshalb sei es wichtig, auch den besonderen religiösen Erfordernissen der derzeit rund 200 jüdischen Soldaten in der Bundeswehr Rechnung zu tragen. „Das bedeutet unter anderem, dass jüdische Feiertage, Gebetszeiten und auch Essensvorschriften entsprechend berücksichtigt werden.“ Auch die jüdische Militärseelsorge sei sehr wichtig. „Da es bei der Bundeswehr keine Feldrabbiner gibt, ist bei internationalen Operationen der Kontakt zu anderen Armeen auch hier von großer Bedeutung“, erklärte Schmidt. „In Afghanistan, genauer gesagt in Masar-E Sharif, stehen unseren jüdischen Soldaten zum Beispiel amerikanische Rabbiner als Ansprechpartner zur Verfügung“, so der Staatssekretär weiter.

„Unsere jüdischen Soldaten haben ihren festen Platz in der Bundeswehr. Und das wird auch so bleiben“, machte  Schmidt klar.

An die Gäste gewandt forderte er: „Wir alle müssen uns auch weiterhin mit aller Kraft für einen Austausch zwischen Juden und Christen einsetzen, für Toleranz und ein gemeinsames Miteinander, denn Antisemitismus ist kein Thema der Vergangenheit.“


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