Christian Schmidt im Plenum

Staatssekretär Schmidt lud zum Fachgespräch mit dem Behindertenbeauftragten der Bundesregierung Hüppe

Mittwoch, 02.02.2011

v.l.n.r.: Staatssekretär Schmidt, Behindertenbeauftragter Hubert Hüppe und VdK-Kreisvorsitzende Petra Guttenberger MdL.

v.l.n.r.: Staatssekretär Schmidt, Behindertenbeauftragter Hubert Hüppe und VdK-Kreisvorsitzende Petra Guttenberger MdL.

Auf Einladung des Parlamentarischen Staatssekretärs und heimischen Bundestagsabgeordneten Christian Schmidt hat Hubert Hüppe, Beauftragter der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, an einem Fachgespräch beim VdK-Kreisverband Fürth teilgenommen. Schmidt und Hüppe diskutierten mit der VdK-Kreisvorsitzenden Petra Guttenberger MdL, VdK-Geschäftsführerin Agathe Krämer und zahlreichen Vertretern von Wohlfahrts- und Sozialverbänden sowie des Behindertenrats der Stadt Fürth über das Thema Barrierefreiheit, die selbstbestimmte Teilhabe behinderter Menschen in allen Lebensbereichen, kurz Inklusion, sowie über die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention.

„Die Konvention, die seit 26. März 2009 für Deutschland verbindlich ist, hat das Ziel den gleichberechtigten Genuss der Menschenrechte und Grundfreiheiten durch Menschen mit Behinderung zu fördern, zu schützen und zu gewährleisten“, betonte Behindertenbeauftragter Hüppe. „Zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention werde derzeit ein nationaler Aktionsplan der Bundesregierung entwickelt, der im März dieses Jahres im Kabinett verabschiedet werden soll“, so Hüppe weiter.

„Ziel des Aktionsplans ist die Inklusion von Menschen mit Behinderung“, erklärte Staatssekretär Christian Schmidt, der sich selbst als  Stiftungsvorsitzender der Lebenshilfe für Behinderte Kreisvereinigung Neustadt an der Aisch - Bad Windsheim e.V. engagiert. „Es geht darum, behinderte Menschen überall mit einzubeziehen, ihnen zu zeigen, dass sie selbstverständlich dazugehören“, betonte Schmidt. 

„Die Problematik besteht aber häufig darin, dass Nichtbehinderte oft nicht wissen, wie sie mit behinderten Menschen umgehen sollen, weil sie es nie gelernt haben“, so Behindertenbeauftragter Hüppe. Deshalb sei zum Beispiel ein gemeinsamer Kindergarten- oder Schulbesuch ein wichtiger Schritt zur Normalität dieser Begegnungen. „Wenn nichtbehinderte mit behinderten Kindern tagtäglich zusammen sind, lernen sie einen normalen Umgang miteinander. Behinderung ist dann nichts mehr Besonderes“, so Hüppe. Und das wirke sich auch auf das Erwachsenenleben aus. „Ein Unternehmer, für den der Umgang mit einem behinderten Menschen nichts Ungewöhnliches mehr ist, ist auch eher bereit, ihn in seinem Unternehmen einzustellen.“

Im Rahmen der Veranstaltung wurde auch das Thema Barrierefreiheit angesprochen. In Deutschland leben derzeit rund 8,7 Millionen Menschen mit Behinderung, was mehr als 10 Prozent der Bevölkerung entspricht. Tendenz steigend. „Die Menschen werden älter, bekommen Behinderungen. Deshalb sei zum Beispiel eine gemeinsame Wohnform eine Investition in die Zukunft“, so Hüppe. „Wenn wir wollen, dass behinderte Menschen am Leben teilhaben, dann müssen wir heute anfangen unsere Städte barrierefrei zu gestalten“, sind sich Hüppe und Schmidt einig. Dafür werde man sich auch weiterhin mit aller Kraft einsetzen.


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