Christian Schmidt im Plenum

Staatssekretär Schmidt und Landratskandidat Hans Herold laden zum Fachgespräch "EU-Weinbaureform - Aktuelles und Perspektiven"

Julia Klöckner, Verbraucherschutzbeauftragte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion steht Rede und Antwort

Donnerstag, 28.02.2008

Die „EU-Weinbaureform – Aktuelles und Perspektiven“, so lautete das Thema des Fachgesprächs am Donnerstag, den 28. Februar, in Ulsenheim, bei dem Julia Klöckner MdB, Verbraucherschutzbeauftragte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Vertretern der Winzerei- und Weinbauvereine Rede und Antwort stand. Eingeladen hatten der heimische Bundestagsabgeordnete und Parlamentarische Staatssekretär Christian Schmidt sowie Landratskandidat Hans Herold MdL.

Schmidt und Herold dankten Klöckner, die sich vehement dafür eingesetzt hatte, die für die deutsche Weinwirtschaft Existenz bedrohenden Elemente des ursprünglichen Kommissionsvorschlags abzuwenden.

Bei ihrem Vortrag ging es Klöckner darum, den Gästen die wichtigsten Änderungen der Reform näher zu bringen, die gestaffelt bis zum ersten August 2009 in Kraft treten soll. „Die traditionelle Saccharoseanreicherung bleibt auch weiterhin ohne Kennzeichnungsverpflichtung erhalten und wird in ihrem Umfang nur geringfügig eingeschränkt“, erklärte die Verbraucherschutzbeauftragte. Darüber hinaus würden die Interventionsmaßnahmen stufenweise abgebaut und die Finanzmittel überwiegend den Mitgliedstaaten im nationalen Finanzrahmen zur Verfügung gestellt.

Die Übertragung von Finanzmitteln in die 2. Säule, also in Strukturmaßnahmen für den ländlichen Raum, werde auf 150 Millionen Euro anstatt der ursprünglich vorgesehenen 400 Millionen Euro beschränkt. Außerdem würden die angebotenen Rodungen von Rebflächen auf 175.000 ha an Stelle der ursprünglich vorgesehenen 400.000 ha reduziert.

„Wir haben auch erreicht, dass unsere bewährte Qualitätspolitik der „Qualität im Glase“ weiter fortbestehen kann und die traditionellen Bezeichnungen weiterhin geschützt bleiben“, so Klöckner weiter. Was den Bocksbeutel betrifft, so soll dieser geschützt bleiben.

Entwarnung gäbe es auch für edelsüße Weine wie Eiswein, Beerenauslese oder Trockenbeerenauslesen. „Diese Weine genießen im Ausland einen sehr guten Ruf als Raritäten. Deshalb haben wir uns dafür eingesetzt, dass edelsüße Weine wie bisher erzeugt werden können, ohne einem Genehmigungsverfahren durch die Kommission zu unterliegen“, berichtete Klöckner.  

Die Möglichkeit der Herstellung von Fruchtweinen (insbesondere Apfelwein) wurde bereits im Vorfeld des politischen Beschlusses vom 19. Dezember 2007 gesichert.
Einig waren sich Christian Schmidt, Hans Herold und Julia Klöckner zum Abschluss des Fachgesprächs. „Unter den gegebenen Umständen haben wir das bestmögliche Ergebnis für den deutschen Weinbau und damit für unsere Winzerinnen und Winzer erzielt. Dies wäre ohne die Geschlossenheit innerhalb Deutschlands, aber auch ohne den engen Schulterschluss mit verbündeten Mitgliedstaaten wohl kaum erreichbar gewesen wäre.“


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