Christian Schmidt im Plenum

Keine Änderung in der Stichtagsregelung

Der Parlamentarische Staatssekretär Christian Schmidt MdB lehnt in der aktuellen Diskussion zur Novellierung des Stammzellgesetzes die Aufhebung oder Verschiebung der Stichtagsregelung ab.

Montag, 07.04.2008

„Ausschlaggebend für meine Entscheidung sind ethische und moralische Gründe“, erklärt der Fürther Abgeordnete. „Ich lehne die völlige Freigabe verbrauchender „Embryonenforschung“, d.h. die unbegrenzte Tötung von Embryonen zur Gewinnung embryonaler Stammzellen ab.“
 
Auch eine einmalige Verschiebung des geltenden Stichtages ist für Christian Schmidt keine Lösung. „Ich fürchte, dass wir dann auf eine schiefe Ebene geraten und in wenigen Jahren erneut vor einer mit den gleichen Argumenten geforderten Stichtagsverschiebung stehen“, so der parlamentarische Staatssekretär.

„Allerdings habe ich auch durchaus Verständnis für das Anliegen der Wissenschaft mit neuen, von Verunreinigungen freien Stammzelllinien, die erfolgreichen Forschungen auf dem international hohen Niveau fortzuführen“, betont Schmidt.

So konnten beispielsweise im Bereich der regenerativen Zelltherapien oder der Untersuchung genetischer Krankheiten wertvolle Erkenntnisse gewonnen werden, auch wenn die embryonale Stammzellforschung von der medizinischen Therapie am Menschen noch weit entfernt ist.

In der Praxis erfolgreicher ist die adulte Stammzellforschung. Pionierleistungen – etwa in der Herztherapie, - gehen von Deutschland aus. „Mit der adulten Stammzellforschung besteht in vielen Bereichen eine ethisch unbedenkliche Alternative zur human embryonalen Stammzellforschung“, erklärt Schmidt.

Christian Schmidt ist Mitunterzeichner des Antrages der Abgeordneten Priska Hinz, Julia Klöckner, u. a.. Über die Gesetzentwürfe wird der Deutsche Bundestag in seiner Sitzung am 11. April 2008 abstimmen.


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