Christian Schmidt im Plenum

Verteidigungsstaatssekretär Christian Schmidt: Standort Sonthofen hat Zukunft für die Bundeswehr!

Freitag, 18.04.2008

„Dies ist ein guter Tag für Sonthofen und ein guter Tag für die Bundeswehr!“ Christian Schmidt, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister der Verteidigung, war persönlich nach Sonthofen gekommen , um die frohe Botschaft  - den Verbleib der Generaloberst-Beck-Kaserne (GOB) in Bundeswehr-Hand -  zu verkünden. Die jahrelangen Spekulationen um die Immobilie mit ihrem problematischen geschichtlichen Hintergrund haben damit ein Ende.

Verteidigungsminister Franz Josef Jung hatte Anfang der Woche entschieden, die Truppenteile aus den beiden anderen Sonthofener Kasernen, der Jäger- und der Grüntenkaserne, in die GOB zu verlegen, wenn die Schule für Feldjäger und Stabsdienst der Bundeswehr den Standort in Richtung Hannover verlassen haben. Dies wird in der zweiten Hälfte des kommenden Jahres der Fall sein.

Schmidt dankte der Stadt, dem Landkreis und dem Parlamentarischen Staatssekretär beim Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Dr. Gerd Müller, der Schmidt begleitete, für die gute Unterstützung in der Vorbereitung der Entscheidung. Müller nahm als CSU-Wahlkreisabgeordneter ebenso wie die anwesende kommunalpolitische Prominenz und die örtlichen Dienststellenleiter, allen voran Sonthofens Stadtoberhaupt Hubert Buhl und der Landrat des Oberallgäus, Gebhard Kaiser, die Nachricht denn auch hoch erfreut entgegen. Müller: „Die Entscheidung ist eine Chance für die Bundeswehr und für die Region. Aus der Krise ist eine Chance geworden.“

Mit der Aufgabe der Jäger- und Grüntenkaserne erhält die Stadt Sonthofen neue städtebauliche Entwicklungsmöglichkeiten. Sonthofens 1. Bürgermeister Buhl sprach denn auch von „einer Weichenstellung durch diese Entscheidung für Sonthofen und die Region.“ Er wies auf das gute Einvernehmen mit der Bundeswehr hin und dankte allen Beteiligten.

Am Standort Sonthofen werden auch in Zukunft einschl. der Lehrgangsteilnehmer rund 1.700 Bundeswehrangehörige  - überwiegend die ABC- und Selbstschutzschule sowie die ABC-Schutzkräfte des Heeres, aber auch die Sportschule der Bundeswehr und Sportfördergruppen -  verbleiben. Sie werden in ihrer „neuen“ Kaserne moderne Ausbildungseinrichtungen und attraktive Unterkünfte (Einzelzimmer) vorfinden. Die Sanierung der Generaloberst-Beck-Kaserne kann nun von langer Hand vorbereitet werden. Mittelfristig schätzt man, werden etwa 76 Millionen EURO für bauliche Anpassungen und Sanierungen ausgegeben. Der Freistaat Bayern wird durch Förderung von Land und Region einen Beitrag leisten.

Mit Blick auf den problematischen geschichtlichen Hintergrund der GOB sei es wichtig, so Schmidt, dass die Anlage in der Hand der Bundeswehr verbleibe und „damit keine Instrumentalisierung möglich ist“. Sonthofens Bürgermeister Buhl sieht in der weiteren Nutzung der GOB durch die Bundeswehr einen Beweis für die hohe gesellschaftspolitische Verantwortung, die damit übernommen werde.  Der Stadt und der Region sei es immer ein besonderes Anliegen gewesen, die historische Bedeutung der Anlage zu bewahren. Dies sei ein gutes Beispiel, um auch künftigen Generationen den Weg eines Volkes von der Diktatur zur Demokratie zu verdeutlichen.


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