Christian Schmidt im Plenum

Wirtschaft und Bundeswehr:

Bundeswirtschaftsminister Michael Glos und Verteidigungsstaatssekretär Christian Schmidt besuchen den Standort Volkach

Mittwoch, 28.05.2008

Volkach. (26. Mai 2008)  -  Hoher Politiker-Besuch am Montag (26.05.08) in der Volkacher Mainfrankenkaserne. Bundeswirtschaftsminister Michael Glos und Christian Schmidt, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister der Verteidigung, machten sich persönlich ein Bild von der Bedeutung der Bundeswehr als Wirtschaftsfaktor für Stadt und Region, die Optimierung der Infrastruktur am Standort Volkach und Einsatzverpflichtungen der beiden Bataillone im Rahmen der schnellen Eingreiftruppe der NATO, der NATO Response Force. Begleitet wurden Glos und Schmidt von den Bundestagsabgeordneten Dorothee Bär und Frank Hofmann sowie dem Mitglied des Bayerischen Landtages, Bernd Weiß.

Der Besuch stand unter der Überschrift „Wirtschaft und Bundeswehr“. Für die heute in der Mainfrankenkaserne stationierten 1.800 Angehörigen des Instandsetzungsbataillons 466 und des Logistikbataillons 467 ist die Verbesserung der Infrastruktur erforderlich. Dies trifft sowohl für den Technischen Bereich als auch für die Unterkünfte zu. Schmidt: „Wir sind bis unters Dach voll. Wir möchten, dass unsere Soldaten attraktive Unterbringungsmöglichkeiten haben.“ Für die Verbesserung der Infrastruktur in den Volkacher Bundeswehranlagen will die Bundeswehr in den kommenden Jahren rund 7 Millionen Euro ausgeben, im gesamten Zuständigkeitsbereich des Bundeswehrdienstleistungszentrums Veitshöchheim werden dies deutlich über 100 Millionen Euro sein. Aber nicht nur durch Baumaßnahmen fließen Haushaltsmittel der Bundeswehr bzw. geben deren Angehörige Geld in der Region aus. Der Kooperation zwischen Bundeswehr und Wirtschaft misst Schmidt auch wegen des schärfer werdenden Wettbewerbs um gute Leute in den kommenden Jahren besondere Bedeutung zu.

Wirtschaftsminister Glos ging im Pressegespräch auf die positive Wirkung der Bundeswehr für die heimische Wirtschaft, so auch auf die ohnehin schon günstige Arbeitsmarktlage im Landkreis Kitzingen ein. Zu den wesentlichen Anliegen seiner Wirtschaftspolitik, so der Minister weiter, gehöre auch die Sicherung der wehrtechnischen Industrie in Deutschland. Sie gehöre zu den Innovationstreibern. „Ihre Leistungsfähigkeit gewährleistet den Schutz unserer Soldatinnen und Soldaten bei ihren gefährlichen Einsätzen.“ Glos lobte die  Bundeswehr in Volkach für die Erfüllung ihrer Aufgaben und unterstrich die hervorragende Einbindung der Soldaten in die Bevölkerung.

Hier konnte Volkachs 1. Bürgermeister, Peter Kornell, nur beipflichten. Kornell zeigte sich ausgesprochen dankbar, dass der Standort nicht nur erhalten blieb, sondern sogar aufwuchs. Er unterstrich die wirtschaftliche Bedeutung der Bundeswehr für seine Stadt und das Bestreben, den Soldaten attraktive Bedingungen zu bieten. Beispielhaft nannte er die Zusammenarbeit anlässlich der Deutschen Reservistenmeisterschaft 2007 und die öffentliche Verabschiedung von Soldaten in den Kosovo-Einsatz, die erst vor wenigen Wochen auf dem Marktplatz stattfand. Kornell wörtlich: „Die Stadt Volkach ist sehr glücklich mit den Soldatinnen und Soldaten in der Mainfrankenkaserne.“ Den neuen Einsatzverpflichtungen zollte er hohen Respekt.

Auch Kitzingens stellvertretender Landrat Paul Streng lobte das hervorragende Miteinander zwischen Bundeswehr und Bevölkerung: „Wir brauchen den Bundeswehrstandort Volkach, aber auch die Soldaten brauchen den Standort an der Mainschleife.“

Generalmajor Gert Wessels, Befehlshaber im Wehrbereich IV, bedankte sich für das Interesse der Politiker an der Bundeswehr: „Wir sind eine Parlamentsarmee. Wir gehen nach draußen in Ihrem Auftrag.“ Von daher sei es wichtig, sich ein persönliches Bild zu machen. Auch Wessels lobte die gute Einbindung der Soldaten in die Bevölkerung.


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