Christian Schmidt im Plenum

Staatssekretär Schmidt informiert sich über Verbundprojekt SITE bei der Deutschen Stiftung für chronisch Kranke in Fürth

Mittwoch, 11.06.2008

Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister der Verteidigung
und heimische Bundestagsabgeordnete Christian Schmidt hat sich am
Dienstag, den 10. Juni 2008, bei der Deutschen Stiftung für chronisch
Kranke in Fürth über deren Verbundprojekt SITE informiert. Für das
Projekt, das sich mit der „Schaffung eines Innovationsmilieus für
Telemedizin“ befasst, erhält die gemeinnützige Stiftung vom
Bundesforschungsministerium bis 2011 eine finanzielle Förderung von ca.
300.000 Euro. Die Gelder stammen zu je 50 Prozent aus dem Bundeshaushalt
sowie dem Europäischen Sozialfonds. Verbundpartner sind die Technische
Universität Berlin, die Charité Berlin sowie der VDE Verband der
Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V.

„Dieses Projekt, über das ich mit Frau Bundesforschungsministerin
Schavan gesprochen habe, kann auch einen kleinen Beitrag zu einer
qualitativen Verbesserung für die Versorgung von Patienten leisten und
ist schon deswegen förderungswürdig“, erklärte Staatssekretär Schmidt.

Die Deutsche Stiftung für chronisch Kranke hat es sich zur Aufgabe
gemacht, das öffentliche Gesundheitswesen sowie die Wissenschaft und
Forschung unter anderem auf dem Gebiet der Kardiologie unter besonderer
Berücksichtigung chronischer Krankheitsbilder zu fördern.

„In Deutschland gibt es rund 1,6 Millionen Patienten, die an
Herzinsuffizienz leiden, also an der mangelnden Fähigkeit des Herzens,
die vom Körper benötigte Blutmenge zu fördern“, erklärte Dr. Dierk L.
Ronneberger, Ärztlicher Leiter der Stiftung. „Die Erkrankung ist
grundsätzlich unterdiagnostiziert und untertherapiert. Deshalb wollen
wir mit der Telemedizin, bei der digitale Bilddaten oder auch andere
Daten über Zeit- und Ortsgrenzen hinweg übermittelt werden können, Ärzte
bei ihrer Behandlung unterstützen“, so Ronneberger weiter.

Ein Patient erhalte zum Beispiel eine Waage, ein Blutdruckmessgerät
sowie ein Handy. „Stellt sich der Patient auf die Waage oder misst er
seinen Blutdruck, werden seine Daten automatisch über das Handy ans
Telemedizinzentrum in Bamberg weitergeleitet“, erklärt Ronneberger.
„Sind seine Werte nicht in Ordnung, wird er von den Mitarbeitern des
Telemedizinzentrums darauf aufmerksam gemacht. Der Hausarzt des
Patienten erhält die Berichte aus der elektronischen Patientenakte
übermittelt, so dass er entsprechend reagieren kann“, so Ronneberger weiter.

Mit ihrem Verbundprojekt SITE will die Deutsche Stiftung für chronisch
Kranke nun die Rahmenbedingungen für Innovationen in der Telemedizin und
für die Nutzung von telemedizinischen Anwendungen verbessern. In den
nächsten drei Jahren sollen Instrumente zur Zusammenarbeit der Netzwerke
von Anbietern, Anwendern und der Wissenschaft im Bereich Telemedizin
entwickelt und erprobt werden. Bestehende Angebote für Telemedizin
werden ergänzend weiterentwickelt sowie an den Anwenderbedarf angepasst.
Darüber hinaus soll ein Konzept für ein Qualifizierungsangebot zum
Telemediziner entwickelt werden.

Staatssekretär Schmidt zeigte sich vom Verbundprojekt beeindruckt. „SITE
ist ein innovatives Projekt, dem ich viel Erfolg wünsche und das ich
gerne unterstützen werde“, so Schmidt weiter.


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