Christian Schmidt im Plenum

„Leistungen von Architekten und Ingenieuren angemessen honorieren"

Der Parlamentarische Staatssekretär Christian Schmidt MdB und Landtagsabgeordneter Hans Herold informieren über die Novellierung der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure:

Donnerstag, 03.07.2008

„Die bestehende Honorarordnung sollte dringend überarbeitet werden, damit die Leistungen von Architekten und Ingenieuren angemessen honoriert werden können“, so Schmidt und Herold. Dabei ist der Maßstab die Erhaltung des freien Berufs und eine Verhinderung von Bürokratie.

Die aus dem Berufsstand geäußerte Kritik am vorliegenden ersten Entwurf werde sehr ernst genommen. Obwohl nicht vorgesehen ist, dass sich der Deutsche Bundestag mit der Novellierung der Honorarordnung befasst (die HOAI ist kein Gesetz, sondern „nur“ eine Rechtsverordnung der Bundesregierung mit Zustimmung der Länder), habe die CSU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag unverzüglich mit dem zuständigen Wirtschaftsministerium, aber auch mit betroffenen Architekten und Ingenieuren, Kontakt aufgenommen.

So fand auf Einladung der CSU-Landesgruppe ein gemeinsames Gespräch des Präsidenten der Bayerischen Ingenieurkammer Bau, des Präsidenten der Bayerischen Architektenkammer, des Vorstandsvorsitzenden des AHO und des zuständigen Parlamentarischen Staatssekretärs aus dem Bundeswirtschaftsministerium Hartmut Schauerte über die zwingend erforderlichen Änderungen am vorliegenden Entwurf statt.

„Zum Ende dieses Gesprächs hat Kollege Parlamentarischer Staatssekretär Hartmut Schauerte MdB zugesagt, dass der Entwurf grundlegend überarbeitet wird“, erklärt Schmidt. „Dabei werden viele auch von den Kammern angesprochene Kritikpunkte berücksichtigt.“ So würden zum Beispiel die Honorare deutlich erhöht und die Leistungsphasen 6 bis 8 wieder in den verbindlichen Teil aufgenommen. „Parlamentarischer Staatssekretär Schauerte MdB teilte mit, dass der überarbeitete Entwurf intensiv mit den Vertretern der Kammern diskutiert werden wird, bevor das Bundeskabinett eine Entscheidung trifft“, so Schmidt weiter.

Die Präsidenten der Bayerischen Ingenieurkammer Bau und der Bayerischen Architektenkammer sowie der Vorstandsvorsitzende des AHO hätten die Entscheidung des Bundeswirtschaftsministeriums als Ergebnis des konstruktiven Dialogs begrüßt.
Hans Herold teilte mit, dass auch Seitens der Bayerischen Staatsregierung diese Verbesserungen mitgetragen werden.

„Die Architekten und Ingenieure erbringen in unserem Land ausgezeichnete und qualitativ hochwertige Leistungen“, betonen Schmidt und Herold. „Die novellierte HOAI soll dies auch künftig sicherstellen und gleichzeitig die europarechtlichen Vorgaben erfüllen. Wie im Koalitionsvertrag vereinbart soll die HOAI auch transparenter und unbürokratischer werden.“


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