Christian Schmidt im Plenum

Staatssekretär Schmidt unterstützt Milchbauern im Kampf um fairen und kostendeckenden Milchpreis

Donnerstag, 03.07.2008

Die aktuelle Auseinandersetzung um einen fairen Milchpreis für die Milchviehalter stand im Mittelpunkt einer Diskussionsveranstaltung in Cadolzburg, zu der die örtlichen Mitglieder des Bundesverbandes Deutscher Milchviehhalter, kurz BDM,am Donnerstag, den 03. Juli 2008, den Parlamen-tarischen Staatssekretär und heimischen Bundestagsabgeordneten Christian Schmidt eingeladen hatten. Die BDM-Mitglieder überreichten ihm einen sechs Punkte umfassenden Forderungskatalog. Schmidt machte seine Unterstützung
deutlich und versprach, den Forderungskatalog an die zuständigen Stellen in Berlin weiterzuleiten.

„Unsere Milchbauern müssen die stark angestiegenen Produktionskosten decken und von ihrer Arbeit leben können“, betonte Schmidt. „Deshalb habe ich Verständnis für das Bemühen um einen fairen und kostendeckenden Milchpreis.“ 

Um eine kostendeckende Produktion dauerhaft durchführen zu können, fordern die BDM-Mitglieder von den Molkereien einen Basispreis von 43 Cent pro Kilogramm Milch. Damit sich die Milcherzeuger an die einzelbetriebliche Milchquote halten und eine Überlieferung vermeiden, müsse zudem die Garantiemengenverordnung so geändert werden, dass die Erzeuger bereits ab dem ersten Kilogramm Überlieferung die sogenannte Superabgabe an den Europäischen Ausrichtungs- und Garantiefonds Landwirtschaft entrichten müssen.

Weiterhin fordern die BDM-Mitglieder, dass sich die Molkereien verpflichten, eine Umlage von 0,5 Cent für jedes Kilogramm angelieferte Milch zu erheben. Dieses Geld soll von den Milcherzeugern für marktentlastende Maßnahmen verwendet werden wie zum Beispiel für den Aufkauf von Milch, um Spitzen im Milchmarkt abzubauen.

Einig waren sich Staatssekretär Schmidt und die Mitglieder des BDM beim Thema Milchquotenerhöhung. „Die zum ersten April 2008 erfolgte Anhebung der Milchquote um zwei Prozent, gegen die sich auch Bundesminister Horst Seehofer ausgesprochen hat, ist kontraproduktiv“, so Schmidt. „Wir brauchen keine neuen Milchmengen, die den Preis weiter unter Druck setzen“, betonte Schmidt. „Deshalb werden wir alles daran setzen, um geeignete Rahmenbedingungen zu schaffen, die künftig eine leistungsstarke und vielfältige Milchproduktion gewährleisten.“


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