Christian Schmidt im Plenum

Unterricht mal anders!

Staatssekretär Schmidt diskutiert mit Uffenheimer Schülern über die EKD-Friedensdenkschrift und die Rolle der Bundeswehr

Freitag, 11.07.2008

„Die Friedensdenkschrift der Evangelischen Kirche in Deutschland und die Rolle der Bundeswehr“ war das Thema eines Gesprächs zwischen dem Parlamentarischen Staatssekretär beim Bundesminister der Verteidigung Christian Schmidt MdB und rund 100 Schülern der 11. und 12. Klassen der Christian-von-Bomhard-Schule in Uffenheim. Schmidt war der Einladung der Schule am Freitag, den 11. Juli 2008, gefolgt, um im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Bomhard-Club“ mit den Schülern zu diskutieren.

Die Schüler stellten Schmidt zahlreiche Fragen, etwa wie er als evangelischer Christ zu den Auslandseinsätzen der Bundeswehr stehe. „Christliches Selbstverständnis bedeutet, dass wir uns für einen gerechten Frieden in der Welt einsetzen“, erklärte Schmidt vor den Schülern. Die Bundeswehr spiele dabei eine entscheidende Rolle. „Zurzeit befinden sich etwa 7.000 Bundeswehrangehörige auf drei Kontinenten in zehn Auslandseinsätzen. Ihre Hauptaufgabe besteht darin, den Frieden zu erhalten, ein sicheres Umfeld zu schaffen und so den Wiederaufbau des Gemeinwesens durch die Bevölkerung vor Ort zu ermöglichen“, so Schmidt weiter.

In diesem Zusammenhang wies der Staatssekretär auch auf das „Weißbuch zur Sicherheitspolitik Deutschlands und zur Zukunft der Bundeswehr“ aus dem Jahr 2006 hin. Darin werde deutlich, dass die Achtung der Menschenrechte und die Stärkung der internationalen Ordnung auf der Grundlage des Völkerrechts zentrales deutsches Interesse sei.

„Die Bundeswehr kann insbesondere mit dem Instrument der Rüstungskontrolle auch weiterhin in ganz erheblichem Umfang Krisen und Konflikten vorbeugen“, betonte Schmidt. Die Rüstungskontrolle allein verhindere zwar keine Kriege, könne aber einen möglichen Rüstungswettlauf verlangsamen. Gleichzeitig sei sie ein Sensor, um entstehende Konflikte frühzeitig zu erkennen, und schaffe damit die Voraussetzung für politisches Handeln. „So können wir letztendlich auch die Anwendung militärischer Gewalt verhindern und zur Friedenssicherung beitragen“, erklärte Schmidt.

Ganz besonders am Herzen liegt Schmidt die positive Begleitung der Soldatinnen und Soldaten durch die Kirche. „Jede Handlung bietet das Risiko des Schuldigwerdens. Für die Bundeswehrangehörigen ist es wichtig, dass sie sich bei ihrem Dienst ethisch auf sicherem Boden wissen“, so Schmidt. „Ich bin dankbar, dass sich die Friedensdenkschrift auch der besonderen Herausforderungen der Soldatinnen und Soldaten im Einsatz annimmt.“


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