Christian Schmidt im Plenum

CSU-Politiker Schmidt für Selbstverpflichtung gegen Anglizismen

Donnerstag, 04.12.2008

Berlin (dpa) - Im Streit um die Verankerung von Deutsch im Grundgesetz hat der CSU-Spitzenpolitiker Christian Schmidt einen neuen Vorschlag gemacht. "Noch wirksamer zur Pflege der deutschen Sprache wäre es, wenn sich Wirtschaft und Politik verpflichten würden, weniger englische Redewendungenzu gebrauchen", sagte der Parlamentarische Staatssekretär im Verteidigungsministerium der Deutschen Presse-Agentur dpa am Donnerstag.

Aus dem "City-Night-Line" könnte dann zum Beispiel wieder der Nachtzug werden, fügte Schmidt hinzu. Mit den Anglizismen erreiche man ohnehin nur die Hälfte der Bevölkerung. Im Gegensatz zu anderen CSU-Politikern äußerte Schmidt auch Sympathie für den Vorstoß aus der CDU, im Grundgesetz festzuhalten, dass Deutsch die Sprache des Landes ist.

Schmidt verwies auf Schwierigkeiten, Deutsch als eine der Arbeitssprachen in der Europäischen Union (EU) durchzusetzen. "Das ist immer noch nicht erreicht." Es sei wichtig, in Deutschland vorzuleben, was in der EU gefordert wird. Der Politiker ist in der CSU auch für außenpolitische Fragen zuständig.


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