Christian Schmidt im Plenum

"Gemeinsam lernen – mit und ohne Behinderung"

Staatssekretär Schmidt wirbt für Teilnahme am Jakob Muth-Preis für inklusive Schulen

Dienstag, 17.02.2009

Unter dem Motto "Gemeinsam lernen – mit und ohne Behinderung" zeichnet der "Jakob Muth-Preis für inklusive Schulen" in diesem Jahr erstmalig Schulen aus, die behinderte und nicht behinderte Kinder vorbildlich zusammen unterrichten. Projektträger sind die Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, Karin Evers-Meyer, die Bertelsmann Stiftung und die Deutsche UNESCO-Kommission. Christian Schmidt, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister der Verteidigung und heimischer Bundestags-abgeordneter ruft die entsprechenden Schulen auf, am Wettbewerb teilzunehmen.

"Alle Kinder, egal ob sie eine Behinderung haben oder nicht, sollten faire Chancen erhalten, ihre Potenziale voll zu entfalten", betont Schmidt. "Die Bildungschancen sind wesentlich höher, wenn behinderte und nicht behinderte Kinder gemeinsam unterrichtet werden." Von einem gemeinsamen Unterricht mit individueller Förderung würden am Ende alle Kinder profitieren.

"Die weltweite inklusive Bildung ist auch ein wichtiges Ziel der UNESCO", unterstreicht Schmidt. So sei man sich auf der UNESCO-Weltkonferenz der Bildungsminister im November 2008 einig gewesen, dass das Ziel einer hochwertigen Bildung für alle Kinder weltweit nur dann erreicht werden könne, wenn sich die Schulen flexibel an den Bedürfnissen aller Schüler orientieren. Diese Idee soll der Jakob Muth-Preis in Deutschland weiter voranbringen.

Der Namensgeber des bundesweiten Preises, der Bochumer Professor Jakob Muth (1927-93), hatte sich intensiv für eine gemeinsame Erziehung behinderter und nicht behinderter Kinder eingesetzt. In Deutschland gibt es zurzeit rund 500.000 Schülerinnen und Schüler, denen ein sonderpädagogischer Förderbedarf zugesprochen wird – unter ihnen viele Kinder mit Migrationshintergrund. Rund 85 Prozent dieser Kinder werden an Förderschulen unterrichtet, die sich häufig als Sackgasse für ihre weitere Entwicklung erweisen: Die Abgänger erhalten keinen qualifizierenden Schulabschluss und eine langfristige gesellschaftliche Teilhabe wird ihnen wesentlich erschwert.

Bewerben kann sich bis zum 13. März jede Schule, die den Weg zur inklusiven Schule beschreitet – unabhängig von Schulform oder Trägerschaft. Die drei ersten Preise sind mit je 3.000 Euro dotiert. Eine Jury wird am 23. Juni 2009 über die Gewinner entscheiden. Der Preis wird am 31. August 2009 feierlich verliehen.

Bewerbungen können an folgende Adresse geschickt werden:

Jakob Muth-Preis für inklusive Schule
c/o Bertelsmann Stiftung
Carl-Bertelsmann-Str. 256
33311 Gütersloh

Das Bewerbungsformular, die Auswahlkriterien sowie weitere Informationen zum Preis finden Sie unter www.jakobmuthpreis.de.


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