Christian Schmidt im Plenum

"Zeit für Familie" – Familientag in Neuhof a.d. Zenn

Lokales Bündnis für Familie und der Landkreis Neustadt a. d. Aisch – Bad Windsheim unterstützen den bundesweiten Aktionstag der Initiative "Lokale Bündnisse für Familie"

Dienstag, 19.05.2009

Ganz im Zeichen der Familie stand der Sonntag, 17. Mai 2009, in Neuhof a.d. Zenn. Das Lokale Bündnis für Familie im Landkreis Neustadt a.d. Aisch – Bad Windsheim hatte gemeinsam mit dem Landkreis zum Familientag geladen. Besucher des Marktplatzfestes konnten sich im Hotel Riesengebirge über kreative und passgenaue Lösungen für eine familienfreundlichere Infrastruktur informieren oder am Programm des Freilandmuseums Bad Windsheim teilnehmen. Neben dem AWO-Bezirksverband Ober- und Mittelfranken e.V., dem Caritasverband im Landkreis, dem Diakonischen Werk der Dekanatsbezirke mit Zentrale Diakoniestation gGmbH sowie dem Landkreis Neustadt a. d. Aisch – Bad Windsheim präsentierten sich auch die beiden Mehrgenerationenhäuser "Dorflinde" Langenfeld und der Caritas, der Hebammenverband Mittelfranken, die Museumspädagogische Werkstatt und die Projektgruppe Vereinbarkeit von Familie und Beruf des Bündnisses für Familie. Mit dem Familientag griff das landkreisweite Bündnis die Idee von Bundesfamilienministerin von der Leyen auf, die den internationalen Tag der Familien am 15. Mai zum Anlass genommen hatte, die Familien an diesem Wochenende in den Mittelpunkt der öffentlichen Wahrnehmung zu rücken.

Eröffnet wurde der Familientag von Landrat Walter Schneider und dem heimischen Bundestagsabgeordneten Christian Schmidt, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister der Verteidigung. "Die familien- und kindgerechte Ausrichtung unserer Gesellschaft gehört zu den herausragenden Zukunftsaufgaben", betonte Schmidt in seiner Eröffnungsrede, denn Staat und Gesellschaft seien erst dann gut für die Zukunft gerüstet, wenn sich Familien und Kinder bestmöglich entfalten können. "Familien sollen sich in unserem Landkreis wohl fühlen. Das hängt aber ganz entscheidend davon ab, wie sie hier leben und arbeiten können", so Schmidt weiter. "Das Lokale Bündnis für Neustadt a.d. Aisch – Bad Windsheim, das getragen wird vom Landkreis  Neustadt a. d. Aisch – Bad Windsheim und einer Bündnisinitiative, will mit diesem ersten Familientag im Landkreis deshalb dazu beitragen, die Lebens- und Arbeitssituation durch gemeinsames Handeln familienfreundlicher zu gestalten", erklärte Schmidt. "Männer und Frauen sollen sich nicht zwischen Beruf und Kind entscheiden müssen. Beides, Kind und Karriere, soll möglich und machbar sein", so Schmidt weiter.

Landrat Schneider hob in seiner Ansprache hervor, dass mit diesem Familientag auch gezeigt werden soll, wie wichtig Familie in dieser Zeit ist. Sein Dank gilt daher all jenen, die sich für Familie und Kinder entschieden haben. Er sprach auch die Hoffnung aus, dass allen physisch und psychisch die nötige Kraft geschenkt werde, um den erforderlichen Aufgaben auch weiterhin gerecht  zu werden. Dies geschieht oft ohne staatliche Unterstützung. Landrat Schneider wies außerdem daraufhin, dass im Rahmen der Familienhilfe sich Familien bei Fragen und Problemen an das Kreisjugendamt  wenden können.

Auch Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen, die auf Initiative von Christian Schmidt  per Videobotschaft Grüße nach Neuhof sandte, betonte: "Wer arbeitet und Kinder hat, kennt das Gefühl: Einerseits nicht genug Zeit für die Familie zu haben, andererseits nicht genug für den Beruf tun zu können. Deshalb ist es wichtig, dass wir Familien helfen, Zeit für sich einzusparen. Dazu gehören eine flexible und bedarfsgerechte Kinderbetreuung und Einrichtungen wie die Mehrgenerationenhäuser mit ihren Angeboten für Familien. Aber auch die Wirtschaft ist gefordert. Dabei zahlt sich eine familienbewusste Personalpolitik nicht nur für die Beschäftigten aus – auch die Unternehmen profitieren. Denn zufriedene Eltern sind am Arbeitsplatz motivierter und leistungsfähiger."

Neben der Vereinbarkeit von Familie und Beruf stand auch die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf/Eldercare im Mittelpunkt der Veranstaltung. Bei einem Vortrag von Anne Mader von der pme Familienservice GmbH, Münster, konnten sich die Besucher auch über dieses Thema informieren.


Hintergrund
Die Initiative Lokale Bündnisse für Familie wurde Anfang 2004 vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ins Leben gerufen. Ein Lokales Bündnis für Familie ist der Zusammenschluss verschiedener gesellschaftlicher Gruppen und Akteure mit dem Ziel, die Lebens- und Arbeitsbedingungen für Familien vor Ort durch konkrete Projekte zu verbessern und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu ermöglichen.

Derzeit engagieren sich mehr als 13.000 Akteurinnen und Akteure, darunter 5.000 Unternehmen, in rund 5.200 Projekten. 560 Bündnisse sind in der Initiative bereits aktiv und etwa 200 weitere Bündnisgründungen in Vorbereitung (Stand: 15. Mai 2009).

In den Kreisen, Städten und Gemeinden mit einem Lokalen Bündnis leben mehr als 50 Millionen Menschen. Das Bundesfamilienministerium hat ein Servicebüro eingerichtet, das den Aufbau und die Weiterentwicklung der Lokalen Bündnisse bundesweit koordiniert und unterstützt. Das Servicebüro wird aus Mitteln des Bundesfamilienministeriums und des Europäischen Sozialfonds finanziert.


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