Christian Schmidt im Plenum

Christian Schmidt zu Gedenkfeiern in Warschau

Deutsche und Polen gedenken gemeinsam des Aufstands im Warschauer Ghetto vor 65 Jahren

Sonntag, 02.08.2009

Mit bewegenden Gedenkfeiern haben Tausende Polen am 1. August an den Warschauer Aufstand gegen die deutschen Besatzer vor 65 Jahren erinnert. Auch der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister der Verteidigung, Christian Schmidt, nahm in Vertretung für Verteidigungsminister Dr. Franz Josef Jung daran teil.
 
Um 17 Uhr heulten an diesem Samstagabend überall in Polen die Sirenen auf als Erinnerung an den Kampfbeginn am 1. August 1944. Menschen blieben eine Minute lang stehen, Autos und Busse hielten an.
Der offizielle Festakt fand auf dem Warschauer Militärfriedhof Powazki statt, wo sich Tausende Gräber der Aufstandsopfer befinden. Neben Polens Staatspräsident Lech Kaczynski nahmen auch Regierungschef Donald Tusk und Parlamentspräsident Bronislaw Komorowski teil.
Schmidt legte am Morgen am Grabmal des unbekannten Soldaten einen Kranz zum Gedenken nieder. Im Anschluss kam er zu einem Gespräch mit dem polnischen Verteidigungsstaatssekretär Stanis³aw Jerzy Komorowski zusammen. Beide betonten das gute Verhältnis, das zwischen den polnischen und den deutschen Streitkräften herrsche.
Bei dem am 1. August 1944 begonnenen Aufstand hatte die polnische Untergrundarmee Armia Krajowa (AK) zwei Monate lang erbittert versucht, die deutschen Besatzer zu vertreiben.
18.000 polnische Widerstandskämpfer, 17.000 Wehrmachtssoldaten und 200.000 Zivilisten wurden bei den Gefechten und Massakern getötet. Nach 63 Tagen, am 2. Oktober, musste die Untergrundarmee kapitulieren.


zurück zur Übersicht