Christian Schmidt im Plenum

"20 Jahre Friedliche Revolution und Deutsche Einheit"

Staatssekretär Schmidt und Menschenrechtsbeauftragter Nooke eröffnen Plakatausstellung im Landratsamt Neustadt a. d. Aisch - Bad Windsheim

Freitag, 07.08.2009

2009/2010 jähren sich die Friedliche Revolution und die Deutsche Einheit zum 20. Mal. Aus diesem Anlass hat Christian Schmidt, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister der Verteidigung und heimischer Bundestagsabgeordneter, am Freitag, den 7. August, im Landratsamt Neustadt a. d. Aisch – Bad Windsheim gemeinsam mit Günter Nooke, Beauftragter der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und Humanitäre Hilfe im Auswärtigen Amt, die Plakatausstellung "20 Jahre Friedliche Revolution und Deutsche Einheit" eröffnet. Die Ausstellung, die von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur in Zusammenarbeit mit der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung zur Verfügung gestellt wurde, zeigt eine Chronologie der damaligen Ereignisse.

Nooke, der auf Initiative von Schmidt zur Ausstellungseröffnung gekommen war, hat die Wendezeit selbst hautnah miterlebt. Bereits 1987 hatte er sich einer kirchlichen Oppositionsgruppe in der DDR angeschlossen. Im Herbst 1989 gehörte er zu den Mitbegründern und zum Vorstand des Demokratischen Aufbruchs (DA). Anlass für die Stasi, sich für ihn und seine Familie zu interessieren. "Das ist nicht witzig, wenn man drei Kinder hat, und befürchten muss, dass man verhaftet werden könnte", so Nooke. Deshalb sei es für ihn auch heute noch etwas ganz Besonderes, sich frei in Deutschland und ebenso im Ausland bewegen zu können.

Schmidt, der Mitglied im Stiftungsrat der Bundesstiftung ist, betonte, wie wichtig es sei, sich die damaligen Ereignisse wieder ins Gedächtnis zu rufen beziehungsweise die jüngeren Generationen darüber zu informieren. "Es scheint noch immer weit verbreitet, sich die Jahre des Sozialismus schön zu reden", so der Bundestagsabgeordnete. "Die DDR war eine sozialistische Diktatur. Dies heute zu verharmlosen wäre ein großer Fehler. Unser aller Aufgabe ist es deshalb, einer Verklärung der Verhältnisse in der DDR entgegenzuwirken. Wir dürfen es nicht zulassen, dass ein Staat der seine Bürger eingesperrt und bevormundet hat, mit wachsendem zeitlichem Abstand zum Ideal eines besseren Deutschlands wird", warnte Schmidt.


Die Ausstellung "20 Jahre Friedliche Revolution und Deutsche Einheit" kann bis zum 21. August im Foyer des Landratsamtes Neustadt a. d. Aisch – Bad Windsheim zu den Öffnungszeiten der Behörde besichtigt werden.


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