Christian Schmidt im Plenum

Staatssekretär Schmidt reiste nach Mazedonien

Christian Schmidt anläßlich der Wiedereinweihung des deutschen Soldatenfriedhofs in Prilep

Montag, 31.08.2009

Der Volksbund der deutschen Kriegsgräbervorsorge ist eine humanitäre Organisation, die sich im Auftrag der Bundesregierung der Aufgabe verpflichtet hat, die Gräber der deutschen Kriegstoten im Ausland zu erfassen, zu erhalten und zu pflegen. Nach Jahren des Verfalls ist es dem Volksbund gelungen, durch Abkommen mit der Mazedonischen Regierung die Wiederherrichtung zu beginnen, die am 29. August 2009 mit einer Gedenkfeier abgeschlossen wurde.

Anlässlich dieser Gedenkfeier reiste der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister der Verteidigung, Christian Schmidt, nach Prilep. Bei seiner zentralen Gedenkansprache stellte der CSU-Politiker Trauer und Hoffnung in den Mittelpunkt. Trauer um die Gefallenen und Opfer der beiden Weltkriege, die unermessliches Leid über die Völker Europas brachten. Der Staatssekretär erinnerte auch daran, dass in diesen Tagen das Gedenken an den Ausbruch des Zweiten Weltkriegs begangen wird – ein Datum an dem, wie Schmidt es ausdrückte, "wir uns in besonderem Maße dieses dunklen Kapitels der deutschen Geschichte bewusst werden." Christian Schmidt verwies in seiner Rede auf die "besondere Verantwort der Deutschen."

Doch neben die Trauer stellte der Politiker die Hoffnung, den Gedanken an Versöhnung. Schmidt betonte in seiner Rede, dass der neu hergerichtete Soldatenfriedhof "die Trauer und die Versöhnung über den Gräbern der Gefallenen beider Kriege" versinnbildlicht. "Aus der Asche und den Trümmern des Zweiten Weltkriegs entstand trotz des verursachten Leids, der Schuld und des Hasses ein geeintes, starkes Europa verlässlicher Partner und befreundeter Nationen", so Schmidt. Der Staatssekretär dankte stellvertretend dem anwesenden Mazedonischem Verteidigungsminister für die unzähligen offiziellen und freiwilligen Helfern, die den Wiederaufbau des Soldatenfriedhofs erst ermöglicht haben. Sein Dank galt aber auch dem Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge für sein beharrliches Engagement. In seinem anschließendem Gespräch mit dem Mazedonischen Verteidigungsminister äußerte Schmidt die Hoffnung, dass Mazedonien, das an der Schwelle zur NATO stünde, bald vollwertiges Mitglied des Bündnisses werde.


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