Christian Schmidt im Plenum

Staatssekretär Schmidt zeigt sich schockiert über Quelle-Aus

"Jetzt gilt es schnell Lösungen für die betroffenen Mitarbeiter zu finden"

Dienstag, 20.10.2009

Christian Schmidt, Parlamentarischer Staatssekretär und heimischer Bundestagsabgeordneter, zeigt sich schockiert über das Aus des Fürther Traditionsunternehmens Quelle. Der Unionspolitiker, der sich bereits in der Vergangenheit massiv für die Rettung des Unternehmens eingesetzt hatte, fordert alle Beteiligten auf, schnell Lösungen für die von der Kündigung bedrohten Mitarbeiter zu finden.

Schmidt teilt mit Fürths Oberbürgermeister Jung zwar den Ärger und Unmut, man müsse aber die Verantwortung da lassen, wo sie hingehört, nämlich bei der Unternehmensführung. Die Suche nach den Schuldigen helfe im Augenblick weder den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern noch den vielen Zulieferern. Die Unternehmensführung habe in den letzten Jahren einiges versäumt. Zudem sei eine beachtliche Summe an öffentlichen Geldern, zum Beispiel in die Herstellung des Winterkatalogs, geflossen. "Quelle ist in Schieflage geraten. Man kann aber nicht, ohne, dass das Unternehmen selbst nicht sagen konnte, wohin es will, verlangen, dass die Steuerzahler "Geld wie Heu" in einen insolventen Betrieb hineinstecken", so der Bundestagsabgeordnete weiter.

"Das Aus für Quelle ist ein schwerer Schlag Katastrophe für die Arbeitnehmer, ihre Familien und für unsere ganze Region", betont Schmidt. Umso bedauerlicher sei dies, weil Quelle eine Betriebsratsmannschaft hat, die manchmal fast mehr versucht hat, das Unternehmen zu retten, als mancher Verantwortliche. Gerade deswegen müssten alle weiterhin an einem Strang ziehen, um zu helfen, wo geholfen werden kann.

Wichtig sei es jetzt vor allem, einen Weg zu finden, der die Finanzierung der Transfergesellschaft sicherstellt. Durch das endgültige Aus für Quelle sei diese Fördermaßnahme, in der gekündigte Mitarbeiter aufgenommen und weiterqualifiziert werden sollten, gefährdet.

"Darüber hinaus müssen die Mitarbeiter durch Qualifizierungsmaßnahmen eine Perspektive erhalten“, betonte Schmidt. Es dürften aber auch die Auszubildenden nicht vergessen werden. „Ich appelliere deshalb an die Unternehmen der Region, vom Stellenabbau betroffene Azubis zu übernehmen."

Um den Blick nach vorne zur richten, müssen strukturpolitische Maßnahmen wie die von Horst Seehofer initiierte Regionale Förderung schnell in die Wege geleitet werden. "Wirtschaft und Politik müssen die nicht einfache Aufgabe schultern, den Arbeitnehmern eine Perspektive für die Zukunft zu ermöglichen", so Schmidt.


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