Christian Schmidt im Plenum

„Punkt Schmidt – Themen auf den Punkt gebracht“ im Klinikum Bad Windsheim

Bundesgesundheitsminister Gröhe spricht über Krankenhausversorgung und ärztliche Versorgung im ländlichen Raum

Freitag, 22.04.2016

Vor dem Hintergrund der Debatte über die medizinische Versorgung im ländlichen Raum hat Christian Schmidt, Bundesminister und heimischer Bundestagsabgeordneter, seine Veranstaltungsreihe „Punkt Schmidt – Themen auf den Punkt gebracht“, im Klinikum Bad Windsheim fortgesetzt. Als besonderen Ehrengast begrüßte er Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe. Mit Stefan Schilling, Vorstand des Kommunalunternehmens der Kliniken im Landkreis, den beiden Chefärzten Dr. Mathias Bender, Ärztlicher Leiter Klinikum Bad Windsheim, und Dr. Gerald Wasmeier, Ärztlicher Leiter Klinikum Neustadt a. d. Aisch, sowie zahlreichen weiteren Gästen, diskutierten sie über das Thema „Krankenhausversorgung und ärztliche Versorgung im ländlichen Raum“. Moderiert wurde die Veranstaltung von Landrat Helmut Weiß.

„Die Schwerpunkte der Klinik in Bad Windsheim liegen in den Bereichen Endoprothetik und Geriatrie. Gleichzeitig verfügt das Krankenhaus mit seinen 179 Betten auch über eine Notaufnahme und chirurgische Ambulanz“, stellte Klinikvorstand Schilling das Klinikum kurz vor. „Damit ist es ein gutes Beispiel dafür, dass auch kleine Krankenhäuser durch eine gute Notfallversorgung und Spezialisierungen für eine hohe Qualität der medizinischen Versorgung stehen können“, lobte Bundesgesundheitsminister Gröhe.

„Gesundheit ist das höchste Gut und wesentliche Voraussetzung für Lebensqualität. Deshalb ist es unser zentrales gesundheitspolitisches Anliegen, eine flächendeckende, bedarfsgerechte und gut erreichbare medizinische Versorgung sicherzustellen“, so Bundesminister Schmidt. Dafür sei bereits einiges getan worden.

„Eine gut erreichbare Versorgung vor Ort und hohe Qualität durch Spezialisierung– das bringt die Krankenhausreform“, so Gröhe. „Wir sorgen zum einen für mehr Pflegepersonal am Krankenbett. Mit dem Pflegezuschlag und dem Pflegestellen-Förderprogramm erhalten die Krankenhäuser bis zu 830 Millionen Euro zusätzlich pro Jahr, um dauerhaft mehr Personal zu beschäftigen. Außerdem verbessern wir mit einem Hygieneförderprogramm den Schutz der Patienten vor gefährlichen Krankenhausinfektionen. Und mit erweiterten Möglichkeiten der häuslichen Krankenpflege und einer neuen Kurzzeitpflege als Leistungen der Krankenkassen stellen wir sicher, dass Patientinnen und Patienten nach einem längeren Krankenhausaufenthalt weiter gut betreut werden“, so Gröhe weiter.

„Qualität spielt in unseren Kliniken eine sehr wichtige Rolle“, betonten Klinikvorstand Stefan Schilling sowie die beiden Chefärzte Dr. Wasmeier und Dr. Bender. „Um diese Qualität halten zu können, brauchen wir aber qualifiziertes Fachpersonal. Dieses zu bekommen, ist ein großes Problem für uns.“

Im Hinblick auf die ambulante ärztliche Versorgung betonte Gesundheitsminister Gröhe: „Ärzte sollen dort tätig sein, wo sie für eine gute Versorgung der Patienten gebraucht werden. Mit dem Versorgungsstärkungsgesetz ermöglichen wir es den Kassenärztlichen Vereinigungen, zum Beispiel durch Zuschüsse für eine Praxis-Neueröffnung, überall in Deutschland Anreize für die Niederlassung von Ärzten zu schaffen – und zwar bevor eine Unterversorgung entsteht. Das nutzt Ärzten und Patienten. Außerdem stärken wir die Patientenrechte. Denn Terminservicestellen helfen gesetzlich Versicherten, wenn es beim Facharzttermin einmal hakt. Ziel ist, dass jeder, der eine medizinische Versorgung braucht, diese innerhalb der nächsten vier Wochen erhält."

Zum Abschluss der Diskussion brachte es Bundesminister Christian Schmidt auf den Punkt. „Einiges haben wir bereits auf den Weg gebracht. Es gibt aber noch Vieles zu tun, um die Krankenhausversorgung und die ärztliche Versorgung, gerade auch im ländlichen Raum, für die Zukunft zu sichern, zu stärken und für die anstehenden Herausforderungen zu rüsten. Dafür setzen wir uns auch weiterhin mit aller Kraft ein.“


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