Christian Schmidt im Plenum

Trauer um Robert Schopflocher

Gebürtiger Fürther Schriftsteller gestorben

Montag, 25.01.2016

Mit großer Trauer hat Bundesminister Christian Schmidt MdB die Nachricht vom Tode des gebürtigen Fürther Schriftstellers Robert Schopflocher zur Kenntnis genommen. Schmidt hatte noch im vergangenen August dem in Argentinien lebenden 92-jährigen Schriftsteller das „Goldene Kleeblatt“ im Auftrag der Stadt Fürth in Buenos Aires überreicht. Schopflocher ist auch Träger des Bundesverdienstkreuzes.

„Robert Schopflocher war eine herausragende Persönlichkeit, der seine enge kulturelle Verwurzelung in seiner deutschen und fränkischen Heimat nie abgeschnitten hat, sondern sie in vielen Besuchen und in einer literarisch hervorragenden Weise manifestierte und weiter wachsen ließ. Dies ist alles andere als selbstverständlich“, so Schmidt.

„Er gehört zu den Mitbürgerinnen und Mitbürgern aus unserer Heimat, die von dieser Heimat brutal verstoßen und mit dem Tode bedroht worden waren. Konnte er wie andere jüdische Bürger nur durch Flucht sich dem KZ und damit dem Tode entziehen, so ließ er sich aus der deutschen Sprache nicht vertreiben. Neben seinen vielen Romanen und Essays hat er mit seinem biografischen Werk „Weit von wo“ seinen drei geografischen und geistigen Heimaten Deutschland, Argentinien und Israel ein dauerndes literarisches Erinnerungsstück gegeben. Wir alle sind durch den Tod von Robert Schopflocher ärmer geworden. Als ich mich im August von ihm verabschiedete, gab er zu erkennen, dass er sich vorgenommen hat, noch einmal in seine Fürther Heimat zu kommen, obwohl die körperlichen Kräfte zu schwinden begonnen hatten.“


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