Christian Schmidt im Plenum

„Politik ist besser als ihr Ruf“

Christian Schmidt 25 Jahre Mitglied des Deutschen Bundestages

Freitag, 04.12.2015

Gratulierten dem Jubilar Christian Schmidt MdB v.l.n.r: Landrat Matthias Dießl, Staatsminister Joachim Herrmann, Staatsminister Dr. Markus Söder und Petra Guttenberger MdL.

Gratulierten dem Jubilar Christian Schmidt MdB v.l.n.r: Landrat Matthias Dießl, Staatsminister Joachim Herrmann, Staatsminister Dr. Markus Söder und Petra Guttenberger MdL.

Seit 25 Jahren gehört Christian Schmidt dem Deutschen Bundestag an – Grund genug für „seinen“ Bundeswahlkreis, dieses Jubiläum mit einer kleinen Feier, für den Betroffenen getarnt als „erweiterte Bundeswahlkreiskonferenz“, zu würdigen. Landrat Matthias Dießl lud in seiner Eigenschaft als stellvertretender Vorsitzender des CSU-Bundeswahlkreises Fürth dazu ein, und viele kamen: Die beiden Staatsminister und CSU-Bezirksvorsitzenden Joachim Herrmann und Dr. Markus Söder, Landtagsabgeordnete und Kommunalpolitiker aller Ebenen, Kreis- und Ortsvorsitzende, und vor allem etliche derjenigen Delegierten, die vor 25 Jahren der damaligen Nominierungsversammlung angehörten.

Das „Bindeglied“ zwischen den beiden Bezirksverbänden Nürnberg/Fürth/Schwabach und Mittelfranken nannte Dr. Markus Söder den Fürther Bundesminister, dessen Bundeswahlkreis ja geteilt beiden Bezirksverbänden angehört. Mit Joachim Herrmann zeigte er sich stolz darüber, in Christian Schmidt einen Repräsentanten aus der Region in den eigenen Reihen zu wissen, der nicht nur international vernetzt, sondern auch als stellvertretender Parteivorsitzender ein „Aushängeschild Frankens“ ist. Söder beleuchtete besonders Schmidts Zeit als Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium der Verteidigung: „Die Minister kamen und gingen, Schmidt blieb wie ein Fels in der Brandung im Amt“, ein Zeichen seiner Sachkompetenz.

„Weltweit kompetent unterwegs und gleichzeitig in der Heimat gut verwurzelt“, so beschrieb Joachim Herrmann den „Jubilar“. Christian Schmidt präge entscheidend die Außen- und Sicherheitspolitik der CSU und sei zudem auch als Landesvorsitzender des Evangelischen Arbeitskreises Repräsentant der evangelischen Christen in der CSU.

Matthias Dießl, Dr. Markus Söder und Joachim Herrmann betonten übereinstimmend, dass Schmidt trotz seiner bundesweiten und internationalen Verantwortung nie seine Heimat vernachlässigt habe. Dießl: „Wenn es um die Belange unserer Region geht, bist Du für uns stets ein engagierter Ansprechpartner“. Zur Erinnerung überreichte er Christian Schmidt eine Zeitung vom Tag der Meldung über dessen erste Nominierung im Jahr 1990 zur wegen der Einheit vorgezogenen Bundestagswahl. Außerdem hatten Mitarbeiter der CSU eine kleine „Festschrift“ über die 25 Jahre Schmidts im Deutschen Bundestag erstellt.

Ihnen galt dessen Dank für die „loyale und nicht immer einfache“ Begleitung, aber auch seiner Familie und seinen Eltern und vor allem der Basis, „ohne die in der Politik gar nichts geht“. Schmidt erinnerte dabei auch an seinen Vorgänger Dr. Werner Dollinger und dankte unter anderem Dr. Helmut Kohl und Dr. Theo Waigel dafür, dass sie ihn „frühzeitig in politische Verantwortung“ gebracht haben. Geprägt habe ihn vor allem die Arbeit in der Jungen Union, wo bis heute Freundschaften bestehen. Sicherlich habe seine Partei und er in den letzten 25 Jahren nicht alles richtig gemacht, aber er machte auch deutlich: „Die Politik ist besser als ihr Ruf“.

Ein „Hauch der Geschichte“ habe durch den ersten gesamtdeutschen Bundestag geweht. Vieles sei trotz unvorhersehbarer Herausforderungen in den 25 Jahren gelungen, von der Deutschen Einheit über den Euro bis hin zu den Maastrichter Verträgen, und viele Krisen hätten bewältigt werden können. Bleibend seien zum Beispiel die deutsch-tschechischen und deutsch-polnischen Verträge, an welchen er an entscheidender Stelle habe mitwirken dürfen. Aktuell sei er als Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft mit ganz konkreten, existentiellen Aufgaben und Bedürfnissen der Menschen konfrontiert: „Ich sehe mein Ministerium deshalb als Lebensministerium an, denn es ist ganz nahe am Alltag der Menschen“.

___

Mit der Wahl vom 2. Dezember 1990 zog Christian Schmidt erstmals in den Deutschen Bundestag ein, das erste gesamtdeutsche Parlament. Vorweg hatte er sich bereits in der Jungen Union und auf den Gebieten der Außen-, Europa- und Sicherheitspolitik einen Namen gemacht. Seit Februar 2014 ist er Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, zuvor war er seit 2005 Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister der Verteidigung und kurz auch beim Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. In den 25 Jahren wurde er in „seinem“ Bundeswahlkreis Fürth, welchem die Stadt Fürth und die Landkreise Fürth sowie Neustadt a.d. Aisch – Bad Windsheim angehören, stets mit deutlichem Vorsprung direkt in den Deutschen Bundestag gewählt.


zurück zur Übersicht