Christian Schmidt im Plenum

Schmidt besucht Notunterkunft in Uffenheim – Gespräch mit Flüchtlingen und Helfern

„Starker Zuzug stellt uns vor Herausforderungen - Vor Handlungsbedarf in der Asyl- und Flüchtlingspolitik nicht Augen verschließen“

Dienstag, 28.07.2015

Angesichts des starken Anstiegs der Asyl- und Flüchtlingszahlen machte sich Bundesminister Schmidt in Uffenheim ein Bild von der Situation vor Ort. Bei einem Besuch der Notunterkunft traf er sich sowohl mit Asylbewerbern und Bewohnern, als auch mit den Verantwortlichen und ehrenamtlichen Helfern zu einem Erfahrungsaustausch in der erst seit wenigen Tagen geöffneten Einrichtung. Begleitet wurde Bundesminister Schmidt von Landrat Helmut Weiß, dem Sozialamtsleiter Richard Klein, Vertretern der Stadt, der Kirche und des Arbeitskreises „Asyl“.

„Den vielen Ehrenamtlichen, die gemeinsam mit Stadt- und Landkreisverwaltung die Betreuung der Asylbewerber in Uffenheim sicherstellen und sich um die verschiedensten Belange der Menschen kümmern, gilt mein herzlicher Dank“, so Schmidt. „Uffenheim zeigt Solidarität, Menschlichkeit und christliche Humanität – darüber freue ich mich sehr. Zweifellos ist die Bewältigung der drastisch angestiegenen Flüchtlingsströme für die Gemeinden und Landkreise eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Davor dürfen wir nicht die Augen verschließen, sondern sind aufgefordert, denen schnell zu helfen, die vor Krieg und Gewalt wie etwa aus Syrien fliehen müssen“, so der Minister weiter. „Gleichzeitig müssen wir die Menschen aus Ländern des Westbalkans, die bei uns keine Aussicht auf Asyl haben, nach einem beschleunigten Verfahren auch in ihre Herkunftsländer zurückbringen.“ Wer aber bei uns woher auch immer angekommen sei, habe einen klaren Anspruch auf menschenwürdige Behandlung. „Wir sind ein sicheres und anständiges Land, wo niemand - ob Bürger oder Flüchtling - sich um seine Sicherheit fürchten müssen darf!“

Bundesminister Schmidt sicherte zu, sich in Berlin für eine enge Zusammenarbeit von Bund, Land und Kommunen stark zu machen und  auch Möglichkeiten der Verpflichtung der Herkunftsländer auf dem Balkan verstärkt in den Blick zu nehmen, um an den Fluchtursachen zu arbeiten.

Eine Erklärung weiterer Länder dieser Region als „sichere Herkunftsstaaten“ oder die Einführung der Visumspflicht seien Optionen, die offen diskutiert werden sollten.

Auf Ebene der Europäischen Union sei klare Forderung, dass die Solidarität in Europa sich auch dadurch zeige, dass alle Mitgliedsstaaten Flüchtlinge aufnehmen und nicht nur einige wie Schweden, Österreich oder Deutschland.       

 


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