Christian Schmidt im Plenum

„Einbruchsicherung“ – Informationsbesuch bei Polizeiinspektion Fürth

Bundesminister Christian Schmidt MdB stellt Förderprogramm „Kriminalprävention durch Einbruchssicherung“ vor

Dienstag, 21.07.2015

Christian Schmidt, Bundesminister und heimischer Bundestagsabgeordneter, hat sich am Dienstag, den 21. Juli 2015, bei einem Besuch der Polizeiinspektion Fürth über Möglichkeiten der Einbruchsicherung informiert. In der Kriminalberatungsstelle ließ er sich an konkreten Beispielen zeigen wie Bürgerinnen und Bürger ihr Eigentum effektiv schützen können. In diesem Zusammenhang stellte Schmidt auch das neue Förderprogramm „Kriminalprävention durch Einbruchssicherung“ vor. 
 
„Jeder Haus- oder Wohnungsbesitzer sollte selbst kritisch prüfen, wo Schwachstellen der Sicherung sind. Ich ermuntere ihn, sich fachkundige Hilfe beispielsweise von den Beratungsstellen der Polizei oder von seriösen Fachgeschäften geben zu lassen.“
 
Die Zahl der Einbrüche in Wohnungen und Häuser steigt seit Jahren dramatisch an. Auch im Stadtgebiet Fürth wurde 2014 eine starke Steigerung auf 148 Delikte verzeichnet. „Dieser Entwicklung wollen wir entgegenwirken“, so Schmidt. „Deshalb unterstützen wir mit dem neuen Förderprogramm Mieter und Eigentümer dabei, ihr Zuhause einbruchsicher zu machen“, so der Bundestagsabgeordnete weiter. „Dafür stehen bis 2017 Fördergelder in Höhe von 30 Millionen Euro bereit. Für das laufende und die beiden kommenden Jahre sollen jeweils 10 Millionen finanzielle Hilfen für den Einbruchschutz zur Verfügung stehen. 
 
„In der Praxis lassen 40 Prozent der Einbrecher von ihrer Tat im Versuchsstadium ab, weil Nachbarn aufmerksam werden oder sie auf Sicherungen stoßen“, so Schmidt. Deshalb sei ein umfassender Einbruchschutz sinnvoll. „Der Einbau von sicheren Fenstern und Türen, Alarmanlagen oder Gittern kann künftig von der bundeseigenen Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gefördert werden“, berichtet der Bundestagsabgeordnete. Dies sei bisher nur im Rahmen von energetischen oder altersgerechten Umbauten möglich gewesen. 
„Die Förderung erfolgt durch Zuschüsse zu den Materialkosten und kann zusätzlich zur steuerlichen Absetzbarkeit von Handwerkerleistungen in Anspruch genommen werden“, so Schmidt. 20 Prozent der Investition würden vom Staat bezuschusst, höchstens jedoch 1.500 Euro pro Antrag. Die Gesamtinvestitionssumme der zu fördernden Maßnahme müsse mindestens 500 Euro betragen. 
 
„Einbrüche führen nicht nur zu materiellen Schäden, sondern häufig zu einer Traumatisierung der Opfer. Wer einmal Opfer eines Einbruchs geworden ist, fühlt sich häufig in den eigenen vier Wänden nicht mehr sicher. Wir setzen uns deshalb mit ganzer Kraft zum Schutz und Wohl unserer Bürgerinnen und Bürger ein“, betonte Schmidt und dankte der Polizei für ihren herausragenden Einsatz.
 


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