Christian Schmidt im Plenum

Evangelischer Arbeitskreis der CSU

Bundesminister Christian Schmidt erneut zum Landesvorsitzenden gemailt

Mittwoch, 12.11.2014

Mit einem einstimmigen Votum der bayerischen Delegierten wurde der stellvertretende CSU-Parteivorsitzende und Bundesminister Christian Schmidt bei der Landesversammlung des Evangelischen Arbeitskreises der CSU in Augsburg am 9. November als Landesvorsitzender bestätigt. Auch die erneut gewählten Stellvertreter Uschi Bauer, Pfarrer Wolfgang Hofmann und Petra Guttenberger, MdL, sowie die neue Stellvertreterin Dr. Silke Launert, MdB, waren äußerst zufrieden mit ihrenWahlergebnissen. Schmidt beglückwünschte seine Stellvertreter und Vorstandsmitglieder und begrüßte es, dass „sich im EAK die Frauenquote von ganz alleine erfüllt.“

„Es ist mir eine Ehre, das Amt als Landesvorsitzender des EAK fortführen zu dürfen und gemeinsam mit dem Vorstand und den Mitgliedern an wichtigen gesellschaftlichen Themen zu arbeiten und unsere Ergebnisse in politische Entscheidungen mit einfließen zu lassen“, bedankte sich Schmidt.

Die diesjährige Landesversammlung stand unter dem brisanten Thema "Verfolgte Christen- Religionsfreiheit kein Recht für ALLE"?. Dazu sprach sich der alte und neue Landesvorsitzende entschieden für eine Unterstützung verfolgter Christen und Mitgliedern anderer Religionsgemeinschaften aus. Notfalls, bei ansonsten unabwendbarer Bedrohung schließe dies militärische Mittel mit ein. Auch ethnische oder religiöse Separierung sei kein guter Weg. Das Menschenrecht auf Heimat sei auch zu verstehen als Menschenrecht auf Verbleib dort, wo Christen, Juden und Muslime seit lange Zeit zusammenlebten.De EAK sprach sichdaher auch gegen einen Massenexodus von Christen etwa aus Syrien oder dem Irak aus. Doch mit der Forderung allein sei es nicht getan. Sie erfordere die Wahrnehmung der Schutzverantwortung der internationalen Gemeinschaft. Die Vereinten Nationen müssten ihre Verantwortung wahrnehmen.

Schmidt kritisierte des Weiteren kirchliche Veröffentlichungen, die, wie er sagte, dazu neigten, die Themen, die kleinere Gruppen am Rande betreffen, zu verabsolutieren. Die klassische Familie sei als Teil des christlichen Wertekanons wahrzunehmen und die Kirche müsse sich mit den Menschen und deren Bedürfnissen in der Mitte der Gesellschaft befassen. „Alles andereführt die Kirche aus eben dieser heraus, obwohl sie gerade jetzt dort besonders gebraucht wird“, betonte der Landesvorsitzende dazu.

Ebenso entschiedenwandte sich die Landesversammlung des EAK gegen Tendenzen, Frauen das Einfrieren von Eizellen (Embryonen) aus Karriere- oder sonstigen geschäftlichen Gründen anzubieten und aufzudrängen („social freezing“). „Solches Handeln ist ethisch zu verwerfen und verlässt den Kanon christlicher Werte“, heißt es dazu in einem Antrag des Landesvorstands. Vereinbarkeit von Beruf und Familie müsse durch eine Verbesserung der gesellschaftlichen und finanziellen Rahmenbedingungen erfolgen, wird hier unterstrichen.


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