Christian Schmidt im Plenum

Im Gespräch mit Vertretern des Bayerischen Bauernverbandes

Staatssekretär Schmidt besucht Betrieb der Familie Hechtel in Stein

Montag, 26.08.2013

Staatssekretär Christian Schmidt (mitte) überzeugte sich in einem Rinderstall von den Investitionen ins Tierwohl gemeinsam mit BBV-Präsident Günther Felßner (rechts) und BBV-Direktor Rudolf Fähnlein (links)

Staatssekretär Christian Schmidt (mitte) überzeugte sich in einem Rinderstall von den Investitionen ins Tierwohl gemeinsam mit BBV-Präsident Günther Felßner (rechts) und BBV-Direktor Rudolf Fähnlein (links)

Mittelfranken wird stark von den Bauernfamilien geprägt, die nicht nur hochwertige Lebensmittel produzieren und äußerst verantwortungsvoll mit Tieren umgehen, sondern auch die Energiewende gestalten. Mit diesem klaren Bekenntnis zur Landwirtschaft äußerte sich der Staatssekretär beim Bundesminister der Verteidigung, Christian Schmidt, MdB gegenüber dem Bayerischen Bauernverbandes in Mittelfranken. Jeder moderne Stall sei ein Gewinn für den Tierschutz und das Tierwohl, erklärte der Präsident des Bayerischen Bauernverbandes in Mittelfranken, Günther Felßner. Davon konnte sich bei einem Bauernhofbesuch Christian Schmidt persönlich überzeugen und war von den hohen Investitionen allein im Bereich des Tierwohls sehr

Die Bauern im Landkreis Neustadt/Aisch – Bad Windsheim, wie auch in Mittelfranken, seien standorttreue Unternehmer, so der Staatssekretär und würden für Stabilität und Wirtschaftskraft im ländlichen Raum sowie für lebendige Dörfer sorgen.

Im Mittelpunkt des Gesprächs mit der landwirtschaftlichen Berufsvertretung stand der Milchsektor. Die rund 4.400 Milcherzeuger in Mittelfranken, so der Milchpräsident Günther Felßner, setzen darauf, dass bei allen laufenden Verhandlungen zu bilateralen Handelsabkommen zwischen Europa und Drittstaaten der jetzt bestehende Schutz für europäische Milchbauern erhalten bleibt. Von der Bundesregierung würden sich die Milchviehbetriebe erwarten, dass jede sich bietende Chance zur Erschließung weiterer Absatzmärkte für die hochwertigen Milchprodukte ergriffen werde. In Europa sei auch über 2015 hinaus ein wirkungsvolles Sicherheitsnetz notwendig, das Milcherzeuger vor Marktstörungen schützt. Der mit Abstand wichtigste Markt sei und bleibe der Binnenmarkt. Dieser dürfe nicht durch eine teilweise aggressive Milchpreisdruckpolitik des Lebensmittelhandels gestört werden, sondern ist durch das Bundeskartellamt entsprechend zu schützen. Hierzu gehöre nach Aussagen von Günther Felßner, dass ein Verkauf unter Einstandspreis auch bei gelegentlichen Aktionen weiterhin geahndet werden müsse.

Zur Diskussion um die Energiewende erklärte der Staatssekretär, dass für ihn Verlässlichkeit und Planungssicherheit Grundsätze in der politischen Gestaltung seien. Was die Bürokratisierung in der Landwirtschaft anbelange, erklärte Schmidt, dass er sich auch in Zukunft für eine maximal 1 : 1 Umsetzung von EU-Vorgaben in der Agrarpolitik verwenden werde.


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