Christian Schmidt im Plenum

Ausweisung von Kernzonenflächen für das UNESCO-Biosphärenreservat Rhön auf dem Truppenübungsplatz Wildflecken

Gemeinsame Presseerklärung des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Gesundheit, des Bundesministeriums der Verteidigung und der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben

Mittwoch, 21.08.2013

von links bei der Unterzeichnung der Bayerischen Umweltminister Dr. Marcel Huber, Parlamentarischer Staatssekretär Christian Schmidt  und der Sprecher des Vorstandes der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben Dr. Jürgen Gehb    Foto: Bundeswehr

von links bei der Unterzeichnung der Bayerischen Umweltminister Dr. Marcel Huber, Parlamentarischer Staatssekretär Christian Schmidt und der Sprecher des Vorstandes der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben Dr. Jürgen Gehb Foto: Bundeswehr

Die Freistaat Bayern und die Bundesrepublik Deutschland haben heute eine Vereinbarung über die Ausweisung von Kernzonenflächen für das UNESCO-Biosphärenreservat Rhön auf dem Gelände des Truppenübungsplatzes Wildflecken geschlossen. Die Unterzeichnung durch den Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesministerium der Verteidigung Christian Schmidt, den Bayerischen Umweltminister Dr. Marcel Huber und den Sprecher des Vorstandes der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben Dr. Jürgen Gehb fand in der Rhön-Kaserne in Wildflecken statt.

Das 1991 eingerichtete, länderübergreifende UNESCO-Biosphärenreservat Rhön ist ein Modellvorhaben zur nachhaltigen Entwicklung in den Bereichen Ökologie, Ökonomie und Soziokultur zum Nutzen von Mensch und Natur. Huber: „Die länderübergreifende Kulturlandschaft des Biosphärenreservats Rhön ist ein einzigartiger Naturschatz. Durch das gemeinsame Engagement von Bund, Freistaat und den Kommunen wird die Rhön auch weiterhin der ersten Liga der international anerkannten deutschen Schutzgebiete angehören. So wird ein Herzstück der Artenvielfalt gesichert, das unter anderem vielen bedrohten Vogelarten wie Birkhuhn, Schwarzstorch oder Eisvogel einen wertvollen Lebensraum bietet." Der bayerische Teil des Biosphärenreservats Rhön soll von derzeit knapp 73.000 auf knapp 130.000 Hektar erweitert werden. Drei Prozent der Gesamtfläche werden als nutzungsfreie Kernzone ausgewiesen. Hierfür wurden rund 3.500 Hektar zusätzliche Kernzonenflächen benötigt, die die Beteiligten gemeinsam bereitgestellt haben. Mit der Bereitstellung von insgesamt 404 ha des Truppenübungsplatzgeländes leistet die Bundeswehr einen substantiellen Beitrag zur Kernzone des Biosphärenreservates.

Die als Kernzone für das Biosphärenreservat „Rhön" vorgesehene Fläche liegt im inneren Teil des Truppenübungsplatzes. Gerade diese Abgeschiedenheit macht die Fläche für eine Kernzonenausweisung attraktiv. Die Kernzonenbereiche sind nach den Internationalen Leitlinien für das Weltnetz der Biosphärenreservate der UNESCO in der Regel von jeglicher Nutzung ausgeschlossen und dürfen nur für Forschung oder Monitoring betreten werden.

Es besteht Einvernehmen unter allen Beteiligten, dass der militärische Auftrag und damit der Standort Wildflecken der Bundeswehr durch die Kernzonenausweisung nicht beeinträchtigt oder gefährdet werden darf. Die Sicherung der Kernzonenflächen und Gewährleistung der militärischen Nutzung des Truppenübungsplatz Wildflecken sowie die Festlegung der jeweiligen Verantwortlichkeiten ist in der neuen geschlossenen Vereinbarung geregelt.

 


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