Christian Schmidt im Plenum

Weitere Unterstützung für Afghanistan

Parlamentarischer Staatssekretär nahm an Trauerfeier für getöteten Soldaten in Afghanistan teil

Montag, 13.05.2013

Staatssekretär Schmidt sprach auch mit den deutschen Soldaten vor Ort (Quelle: Bundeswehr/Lehmann)

Staatssekretär Schmidt sprach auch mit den deutschen Soldaten vor Ort (Quelle: Bundeswehr/Lehmann)

Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister der Verteidigung Christian Schmidt ist am 7. Mai zu politischen Gesprächen nach Afghanistan gereist. Gleichzeitig hat er an der Trauerfeier für den gefallenen Soldaten der Bundeswehr vom 4. Mai teilgenommen.

Im Mittelpunkt der Gespräche in Kabul standen die Gestaltung des ISAF-Einsatzes bis 2014 und die weitere Entwicklung Afghanistans. Auch die Beziehungen zu seinen Nachbarländern und deren Rolle bei der Wahrung der Stabilität in der Region standen auf der Tagesordnung.

Der Staatssekretär tauschte sich mit dem stellvertretenen Verteidigungsminister Afghanistans, Enayatuullah Nazari, über die Entwicklung der afghanischen Sicherheitskräfte in diesem Jahr aus. Nazari verwies darauf, dass „die meisten Verluste der afghanischen Sicherheitskräfte auf eine unzureichende Ausrüstung zurückzuführen sind“ und bat um weitere „Unterstützung im Bereich der Ausbildung und Ausrüstung“.

Gleichzeitig dankte er Deutschland für die bisher geleisteten Anstrengungen und sprach den Angehörigen des gefallenen deutschen Soldaten sein Mitgefühl aus.

Staatssekretär Schmidt versicherte, dass die Bundesrepublik Deutschland Afghanistan nach 2014 nicht alleine lassen werde. „Deutschland wird Afghanistan weiterhin in einer anderen Mission auf einem anderen Level unterstützen“, sagte Schmidt.

Dies könne allerdings nur im gemeinsamen Ansatz der internationalen Gemeinschaft erfolgen. Deutschland sei nur „ein Wagen im NATO-Zug“ stellte Schmidt klar.

Mit dem ISAF-Befehlshaber General Joseph F. Dunford Jr. traf Staatssekretär Schmidt ebenfalls in Kabul zusammen. Neben einer Einweisung in die Sicherheitslage standen die Effekte der Übernahme der vollen Sicherheitsverantwortung durch die Afghanen im Mittelpunkt.

Die Übernahme sei ein weiterer entscheidender Schritt und schaffe die Voraussetzungen zur Rückverlegung der ISAF-Truppen im nächsten Jahr.

Mit Blick auf den Wahlen in 2014 ist sich General Dunford sicher, dass die afghanischen Sicherheitskräfte ihrer Verantwortung gerecht würden und in der Bevölkerung als verlässliche Garanten von Sicherheit wahrgenommen werden.

Der Staatssekretär nahm an der Trauerfeier für den am 4. Mai gefallenen Soldaten der Bundeswehr am Ehrenhain in Masar-i Scharif teil. Schmidt hielt gemeinsam mit dem Kommandeur des Regionalkommandos Nord, Generalmajor Jörg Vollmer, die Trauerrede für den 32-jährigen Hauptfeldwebel vom Kommando Spezialkräfte. Dieser war im „Einsatz für den Frieden und die Freiheit des afghanischen Volkes“ in Baghlan getötet worden.


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