Christian Schmidt im Plenum

Umgang mit der Vergangenheit

Schmidt besucht mit britischem Amtskollegen Militärmuseum

Freitag, 26.04.2013

Parlamentarischer Staatssekretär Schmidt (ganz re) mit seinem britischen Amtskollegen Andrew Murrison (Mitte) und dem stellvertretenden Leiter des Militärhistorischen Museums Oberstleutnant Peter Haug (links)

Parlamentarischer Staatssekretär Schmidt (ganz re) mit seinem britischen Amtskollegen Andrew Murrison (Mitte) und dem stellvertretenden Leiter des Militärhistorischen Museums Oberstleutnant Peter Haug (links)

Die Idee zu einem gemeinsamen Besuch des Militärhistorischen Museums in Dresden entstand spontan bei der letzten Begegnung im Februar zwischen dem Parlamentarischen Staatssekretär beim Bundesminister der Verteidigung Christian Schmidt und seinem britischen Amtskollegen Andrew Murrison. Am 25. April war es dann soweit.

2014 jährt sich der Ausbruch des Ersten Weltkrieges zum 100. Mal – das Thema Weltkriegsgedenken rückt bei den europäischen Staaten immer mehrin den Fokus. Jede Nation hat dabei selbstverständlich eine ganz individuelle Art mit geschichtlicher Erinnerung umzugehen..

Staatssekretär Schmidt beabsichtigte mit der Einladung, seinem britischen Kollegen einen Eindruck zu geben, „wie wir mit unserer Vergangenheit umgehen“, erklärt er. „Umgekehrt bin ich natürlich auch interessiert, wie das Vereinigte Königreich das Thema behandelt“, ergänzt der Staatssekretär: „Ich glaube, das bringt uns auch ein gutes Stück voran in der gemeinsamen Erarbeitung des Themas“, fügt er hinzu.

Was sei da besser geeignet, so Schmidt, als nach Dresden zu reisen und Staatssekretär Murrison das neue Konzept des Militärhistorischen Museums zu präsentieren. Die Führung übernahmender stellvertretende Direktor des Museums, Oberstleutnant Peter Haug, und Sachgebietsleiter Gerhard Bauer. Sie vermittelten den beiden Delegationen einen ersten Überblick.

Im Mittelpunkt der Dauerausstellung steht immer wieder der einzelne Mensch, der Gewalt ausübt oder erleidet, so lautet die Grundidee der Konzeption. Krieg und Militär sind unlösbar mit der allgemeinen Geschichte verwoben und zeigt die Verästelung in die politik-, sozial-, mentalitäts- und kulturgeschichtliche Forschung. Militärgeschichte wird so in ihrer ganzen Bandbreite dargestellt. Dieses Konzept ist inelf Themenparcours und drei Chronologien umgesetzt. Die Dauerausstellung umfasst eine Ausstellungsfläche von 10.000Quadratmetern zusätzlich stehen noch 3.000 Quadratmeter außerhalb des Gebäudes zur Verfügung.   

Für einen kompletten Rundgang reichte die Zeit der beiden Staatssekretäre zwar nicht. Doch Staatssekretär Schmidt war dennoch sehr zufrieden mit dem Besuch. „Ich freue mich sehr, dass mein Kollege meine Einladung so spontan angenommen hat.“

Text: Heike Pauli (Bundeswehr)

Foto: Andreas Liebscher


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