Christian Schmidt im Plenum

epd-Meldung vom 18. Februar 2013

EAK-Vorsitzender: Kritik der evangelischen Kirche am Betreuungsgeld

Montag, 18.02.2013

Der Vorsitzende des Evangelischen Arbeitskreises der CSU (EAK), Christian Schmidt, hat sich mit deutlichen Worten gegen die Kritik des EKD-Ratsvorsitzenden Nikolaus Schneider am Betreuungsgeld gewandt. In einem Zeitungsinterview hatte der Theologe am Wochenende das Betreuungsgeld als "Fehler" bezeichnet, da zuerst ausreichende
Betreuungsangebote in den Kindertagesstätten nötig seien und es den Frauen ermöglicht werden müsste, Beruf und Familie zu vereinbaren. Mit dieser Position, die "falsch und klärungsbedürftig" sei, habe sich die evangelische Kirche in einer "Staatsgläubigkeit" von ihrem ursprünglichen Familienbild abgewandt, sagte Schmidt, Staatssekretär im Bundesverteidigungsministerium, am Montag dem epd.

Die Familie sei der Bereich, in dem christliches Handeln und Leben am besten vermittelt werde. Der Erziehungskompetenz der Eltern müsse es deshalb überlassen bleiben, auf welche Weise sie "Liebe und Glück" in ihrer Erziehung weitergeben, betonte der CSU-Politiker. Es sei daher falsch, dass Betreuungsgeld gegen den Ausbau der Betreuungsplätze
auszuspielen. Denn das Betreuungsgeld gehe nicht zulasten der Kita-Plätze, von denen keine finanzielle Mittel abgezwackt würden.
(01/0484/18.02.2013)


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