Christian Schmidt im Plenum

Zum Rücktritt des Papstes

Statement von Staatssekretär Christian Schmidt, EAK-Landesvorsitzender

Freitag, 15.02.2013

„Mit großem Bedauern habe ich die Nachricht vom Rücktritt Papst Benedikt XIV aufgenommen“, erklärte der Landesvorsitzende des Evangelischen Arbeitskreises (EAK) der CSU, Staatssekretär Christian Schmidt, MdB. „ Gleichzeitigt nötigt mir diese sehr persönliche Entscheidung des Papstes tiefen Respekt ab!“

Es waren Momente wie die Rede im Deutschen Bundestag 2011, in der Papst Benedikt eindringlich für ein Verständnis von Politik warb, das nicht allein den Erfolg zum Maßstab nehme, sondern dem Recht diene und das Unrecht abwehre, die aus Sicht von Christian Schmidt für die politische Kultur in Deutschland von wegweisender Bedeutung sind.

Auch die Begegnung des Papstes mit evangelischen Christen im Augustiner-Kloster in Erfurt war für den EAK-Landesvorsitzenden ein besonderer Moment. „Auch wenn ich mir damals aus Sicht eines evangelischen Christen sicherlich noch einen intensiveren ökumenischen Diskurs mit dem bayerischen Papst gewünscht hätte, so empfinde ich die Gesprächsbereitschaft des Papstes als ein wichtiges und zukunftsweisendes Signal, um den Dialog der Katholischen Kirche mit der Evangelischen Kirche weiter zu vertiefen und modernisieren!

Hier sehe ich auch den Nachfolger Benedikts XIV in der Pflicht, die gute Gesprächsgrundlage zu nutzen und den partnerschaftlichen Dialog der beiden großen Kirchen – gerade auch in Deutschland – fortzusetzen“, erklärte Schmidt. Auch wenn manche Entscheidung unbequem wirken mag, so habe auch ich als evangelischer Christ großen Respekt vor diesem Pontifikat, das sich nicht am Zeitgeist, sondern an Glaubensüberzeugungen ausgerichtet hat.

„Ich bin davon überzeugt, dass gerade die theologischen Leistungen Papst Benedikts XIV weit über sein Pontifikat hinaus prägende Bedeutung auf die gesamte Christenheit haben werden“, so Christian Schmidt.


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