Christian Schmidt im Plenum

Vorstandswahl beim Landesverband des Evangelischen Arbeitskreises der CSU

100 Prozent für den Landesvorsitzenden Christian Schmidt – drei gesellschaftlich relevante Leitanträge

Dienstag, 27.11.2012

Politik für die Familie, der Schutz des freien Sonntags und der Reformationstag 2017 standen neben den Wahlen zum Landesvorstand bei der Mitgliederversammlung des Evangelischen Arbeitskreises der CSU in Fürth am Wochenende im Mittelpunkt.

Christian Schmidt, stellvertretender CSU-Vorsitzender und bisher schon Vorsitzender des EAK, wurde mit einer 100prozentigen Zustimmung wiedergewählt. Ebenfalls einstimmig fielen die Voten für seine Stellevertreter, den Bundesinnenminister Dr. Hans Peter Friedrich und die Landtagsabgeordnete Petra Guttenberger sowie Pfarrer Wolfgang Hofmann und die Synodale Ursula Bauer aus.

Gleich drei Leitanträge wurden vom neuen Gremium im Rahmen der Landesverbands-Versammlung beschlossen: Politik für die Familie, der Schutz des freien Sonntags und ein Antrag, den Reformationstag im Jahr 2017 zum bundesweiten Gedenk- und Feiertag zu erklären.

Im Leitantrag für die Familie wird betont, dass die Familie das Zentrum unserer modernen Gesellschaften ist und bleibt. Sie ist, so der Antrag, für Menschen aller Altersgruppen wichtig: „Am Beginn des Lebens garantiert sie Betreuung und Erziehung. Hier entstehen die entscheidenden Prägungen für die gesamte spätere Entwicklung der Persönlichkeit. Daher stiftet die Familie die erste feste Bindung und garantiert Betreuung und Erziehung.

Im Kindes- und Jungendalter werden elementare Wertvorstellungen weitergegeben. Im Erwachsenenalter bietet eine Familie eine starke Gemeinschaft, die sich gegenseitig hilft und das Leben bereichert. Im Alter und am Ende des Lebens können öffentliche Einrichtungen nicht die menschliche Zuwendung ersetzen, die Familien leisten können.“ Daher müsse im modernen Leben die Vereinbarkeit von Familie und Beruf gefördert werden durch vermehrte Möglichkeiten von Teilzeitarbeit für Männer und Frauen, durch die Anrechnung von Erziehungsjahren beim beruflichen Wiedereinstieg und durch Betreuungsangebote, durch die bevorzugte Einstellungen von Eltern bei gleicher Qualifikation nach der Berufsausbildung.

In diesem Rahmen ist für den Evangelischen Arbeitskreis auch der Schutz des Sonntags zu sehen. Der Sonntag sei ein religiöses und soziales Kulturgut. Deshalb, so betont der EAK,  dürfen die Sonntage und die gesetzlichen Feiertage nicht zu Werktagen werden. Folgende Daten werden dazu zitiert: „Jeder zehnte Arbeitnehmer arbeitete im vergangenen Jahr nachts. Rund ein Viertel der Arbeitnehmer waren am Samstag berufstätig. Rund 13 Prozent mussten an Sonntagen und gesetzlichen Feiertagen ihrer Arbeit nachgehen.“ Hier sieht der Arbeitskreis die Gefahr, ein Kulturgut und eine Säule des Gemeinwesens zu verlieren.

Und der Antrag zum Reformationstag betont: „Am 500. Jahrestag von Luthers Thesenanschlag, der die geistliche und kulturelle Entwicklung  unseres Landes und Europas völlig neu ausgerichtet und beeinflusst hat, sollte Zeit sein, dass sich unser Land auf seine geistigen und geistlichen Wurzeln und sein Zukunft besinnt. Dazu gehört vor allem die Möglichkeit, die Einheit der Kirche, aber auch das Verständnis Deutschlands als eines zutiefst kulturell und religiös christlich geprägten Landes zum Bewusstsein zu bringen.“


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