Christian Schmidt im Plenum

Gedenkstunde am Point Alpha – Staatssekretär Schmidt im „Fulda Gap“

Donnerstag, 01.04.2010

In Rasdorf, am früheren NATO-Stützpunkt und heutiger Gedenkstätte „Point Alpha“, gedachten Politiker, Militärs und auch US-Veteranen am 31. März der letzten Grenzpatrouille US-amerikanischer Streitkräfte an der innendeutschen Grenze zwischen Hessen und Thüringen vor 20 Jahren.

„Point Alpha ist ‚Alpha’ in der Qualität, im Engagement und in der Notwendigkeit, jungen Menschen das nahe zu bringen, was beginnt zu verblassen“, sagte der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister der Verteidigung Christian Schmidt. Weniger als 100 Meter trennten damals den Beobachtungsturm von „Point Alpha“ von den Grenzanlagen der DDR. Hier, am so genannten „Fulda Gap“, trafen NATO und Warschauer Pakt besonders anschaulich aufeinander. Heute erinnern nur noch die Beobachtungstürme auf beiden Seiten und ein Drahtzaun an dieses Kapitel des Kalten Kriegs.

„Früher wusste man wohin man gehen musste, um die Gefahr zu sehen. Heute manifestiert sich die Bedrohung neu – wie in Afghanistan, Pakistan oder jüngst in Moskau zu spüren ist“, betonte Schmidt und machte damit deutlich, dass Demokratie, Frieden und Freiheit nicht selbstverständlich seien.

Unter den Gästen waren auch viele US-Soldaten, die selbst noch am „Point Alpha“ patrouillierten. General a.D. John Abrams, ehemaliger Kommandeur des 11. Armored Cavalry Regiments, zeigte sich tief bewegt und dankte Wolfgang Hamberger, Vorsitzender der Point Alpha Stiftung, für die Einladung mit den Worten: „It is great to be home.” Abrams blickte dabei auch auf die Zusammenarbeit mit der Bundeswehr zurück: „Die Bundeswehr war ein neues Element der Demokratie. Wir wurden enge Partner und Freunde“, lobte Abrams die Kooperation nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges.

Schmidt dankte den US-amerikanischen Gästen und den USA, für ihr Bleiben und ihre Aufbauarbeit nach 1945. Daraus könne man durchaus Parallelen mit der Situation in Afghanistan ziehen. Die Übergabe in Verantwortung müsse auch dort mit großer Sorgfalt erfolgen. Mit einer symbolträchtigen und bewegenden Geste wurde die Gedenkstunde dann beendet. Ein Soldat der letzten Patrouille übergab die „Stars and Stripes“ – die Fahne der USA – an Hamberger.


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