Christian Schmidt im Plenum

„Energiewende in der regionalen Praxis – Wie, was, wann, wie teuer?“

Staatssekretär Schmidt setzt Veranstaltungsreihe „Punkt Schmidt – Themen auf den Punkt gebracht“ fort

Freitag, 21.09.2012

v.l.n.r.:  Infra-Chef Dr. Hans Partheimüller, Staatssekretär Christian Schmidt MdB, Landrat Matthias Dießl, Umweltreferent Christoph Maier, Dietmar Helm, stellv. CSU-Fraktionsvorsitzender, und CSU-Stadtrat Peter Pfann.

v.l.n.r.: Infra-Chef Dr. Hans Partheimüller, Staatssekretär Christian Schmidt MdB, Landrat Matthias Dießl, Umweltreferent Christoph Maier, Dietmar Helm, stellv. CSU-Fraktionsvorsitzender, und CSU-Stadtrat Peter Pfann.

„Energiewende in der regionalen Praxis – Wie, was, wann, wie teuer?“ Das war das Thema des Fachgesprächs, zu dem Staatssekretär Christian Schmidt MdB im Rahmen seiner Veranstaltungsreihe „Punkt Schmidt-Themen auf den Punkt gebracht“ bei der infra fürth gmbh eingeladen hatte. Neben infra-Chef Dr. Hans Partheimüller, nahmen Landrat Matthias Dießl, Fürths Rechts- und Umweltreferent Christoph Maier, Michael Brückner, CSU-Bezirksvorsitzender des Arbeitskreises Energiewende, der stellv. CSU-Fraktionsvorsitzende Dietmar Helm, sein Stadtratskollege Peter Pfann, Erich Maurer, Geschäftsführer ENERGIEAGENTUR nordbayern GmbH, Stefan Kupp, Geschäftsführer EnergieAgentur Mittelfranken e.V. und seine Kollegin Carmen Müller, Dr. Clemens Bloß, Geschäftsführer infra new energy gmbh, Marcus Steurer, Regulierungsmanager und Assistent der infra-Geschäftsführung, und Melissa Heller, Abteilung Erneuerbare Energien, infra fürth gmbh, teil.

Infra-Chef Partheimüller gab in einem Vortrag einen Überblick über die Energiewende in Bayern. „Allein im Freistaat wurden im Jahr 2010 fast 26 Prozent des Stroms aus Erneuerbaren Energien erzeugt. Bis 2021 soll dieser Anteil auf 50 Prozent verdoppelt werden.“ So sehe es das Bayerische Energiekonzept „Energie innovativ“ vor. „Im Bereich der Erneuerbaren Energien sind wir vor Ort auf einem guten Weg“, betonte Partheimüller. Als Beispiel nannte er unter anderem das Bio-Energie-Zentrum im Landkreis Fürth, die einzige große Anlage Bayerns, die von einem Stadtwerk alleine geplant, errichtet und betrieben werde. „Wir werden bis 2021 insgesamt 40 Millionen Euro in den Ausbau Erneuerbarer Energien investieren. In den Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung in Fürth genauso wie in die Errichtung von und die Beteiligung an Windenergie- und Photovoltaikanlagen in Fürth und der Region“, so der infra-Chef. Dies zeige, gerade die kommunalen Energieerzeuger würden beim Thema Energiewende in Zukunft eine entscheidende Rolle spielen.

„Die Organisation und Durchführung der Energiewende ist eine gesamtstaatliche und gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Wenn wir alle an einem Strang ziehen, werden wir die Herausforderungen meistern“, zeigte sich Staatssekretär Schmidt überzeugt. Und Herausforderungen gebe es einige: „Wir müssen nicht nur den Ausbau der Erneuerbaren Energien kontinuierlich vorantreiben. Eine zukunftsgerechte Energiepolitik erfordert auch eine Steigerung der Energieeffizienz, die Erforschung und Entwicklung neuer Speichertechnologien sowie den Ausbau und die Modernisierung unserer Übertragungs- und Verteilernetze“, so Schmidt weiter. „Mit der Novelle des Energiewirtschaftsgesetzes und dem Netzausbaubeschleunigungsgesetz haben wir bereits wichtige Grundlagen für einen zügigen Netzausbau geschaffen.“ Und mit der Änderung der Photovoltaikförderung sowie der Absenkung der Fördersätze, habe man die Überförderung, die sich aus dem rasanten Zubau neuer Photovoltaikanlagen ergeben habe, im Interesse aller Verbraucher schnell beseitigt. „Wir müssen einen übermäßigen Anstieg der Energiepreise verhindern“, betonte Schmidt, „denn sie haben einen entscheidenden Einfluss auf die Wettbewerbsfähigkeit unseres Landes gegenüber anderen Staaten.“

Ein weiterer wichtiger Schritt für eine erfolgreiche Energiewende sei konsequentes Energiesparen. „Dazu gehört es auch Privatpersonen steuerliche Anreize zur Gebäudesanierung zu geben“, betonte Schmidt. „Dies hätte zugleich positive Auswirkungen auf die Auftragslage unserer mittelständischen Unternehmen.“ Dafür müssten aber die rot-grün regierten Länder endlich ihre Blockadehaltung im Bundesrat bzw. Vermittlungsausschuss aufgeben.

„Ganz entscheidend ist aber auch die Aufklärung der Bürgerinnen und Bürger“, so Landrat Matthias Dießl. „Deshalb bieten wir Energiesprechstunden an, geben in unseren Medien Energiespartipps oder laden jedes Jahr zu unserem Energietag ein. Wir müssen bei den Menschen das Bewusstsein für die Notwendigkeit der Energieeinsparungen schaffen.“ Das funktioniere aber nur, wenn man wie der Landkreis Fürth eine Vorbildfunktion übernehme und mit gutem Beispiel vorangehe. „Bis 2020 investieren wir mit finanzieller Unterstützung durch den Freistaat und den Bund, mehr als 20 Millionen Euro in die energetische Sanierung der Landkreisliegenschaften.“

„Wir alle können unseren Beitrag für eine saubere, verlässliche und bezahlbare Energie von morgen leisten“, brachte Schmidt es auf den Punkt. „Dafür sollten wir uns mit aller Kraft einsetzen.“


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