Christian Schmidt im Plenum

„Marsch für das Leben 2012“

Staatssekretär Schmidt: „Für wirksamen Schutz menschlichen Lebens von seinem Beginn bis zu seinem Ende.“

Donnerstag, 20.09.2012

Zur Kundgebung „Marsch für das Leben 2012“ des Bundesverbandes Lebensrecht e.V., die am Samstag, den 22. September 2012, in Berlin stattfindet, erklärt Christian Schmidt, Parlamentarischer Staatssekretär und Landesvorsitzender des Evangelischen Arbeitskreises (EAK) der CSU:

„Ich begrüße den Einsatz für den Schutz ungeborenen Lebens wie er auch in der Kundgebung am Samstag zum Ausdruck kommt. Krankheiten und körperliche, psychische oder intellektuelle Beeinträchtigungen sind Bestandteile unseres Leben, die wir akzeptieren müssen. Deshalb muss es auch unserem christlichen Menschenbild entsprechen, uns für einen wirksamen Schutz jeden menschlichen Lebens von seinem Beginn bis zu seinem Ende zu engagieren. Ich setze mich für eine größere Akzeptanz von Menschen mit Behinderung ein und unterstütze den Wunsch nach Teilhabe, Vielfalt und Inklusion behinderten Lebens.

Natürlich ist der legitime Wunsch von Ehepaaren, Eltern gesunder Kinder werden zu wollen zu respektieren. Der Evangelische Arbeitskreis hat sich mit dieser Frage im Vorfeld der Bundestagsentscheidung sehr intensiv auseinander gesetzt. Die Präimplantationsdiagnostik (PID) ist hierfür jedoch grundsätzlich kein geeignetes Instrument. Sie ist zum einen mit dem ethischen Problem behaftet, dass ihr der Gedanke der Selektion der genetisch als geeignet erscheinenden Embryonen zugrunde liegt. Zum anderen garantiert auch eine PID letztlich kein gesundes Kind. Ich kann die Nöte der Eltern bei einer Konfliktschwangerschaft sehr gut nachvollziehen. Eine bloße Behinderungsprognose darf aber nicht unter der Hand zum Automatismus für eine Abtreibung führen.

Wir müssen Eltern in besonderen Belastungssituationen unterstützen. Deshalb haben wir im Bundestag bereits 2009 zum Beispiel über die sogenannten Spätabtreibungen, also Schwangerschaftsabbrüche nach der 12. Schwangerschaftswoche entschieden. Wir haben uns für ein verpflichtendes Beratungsangebot des behandelnden Arztes für die Schwangeren und eine verpflichtende dreitätige Bedenkzeit ausgesprochen. Zur Bewältigung der Belastungen und Konflikte sind die Eltern in besonderem Maße auf Unterstützung und vor allem auf eine fundierte Beratung, die über die medizinischen Aspekte des Befundes einer Krankheit oder Behinderung hinausgehen, angewiesen. Nur wenn die Eltern gut informiert und in Ruhe über ihre Situation nachdenken können, können sie auch eine gut bedachte Entscheidung treffen, die ein ganzes Leben trägt.“


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