Christian Schmidt im Plenum

Staatssekretär Schmidt beim 2. Ökumenischen Kirchentag in München

Dienstag, 18.05.2010

Christian Schmidt, MdB, Parlamentarischer Staatssekräter beim Bundesminister der Verteidigung und Militärgeneralvikar Apostolischer Protonotar Walter Wakenhut, Katholisches Militärbischofsamt. Foto: Halina Kluge

Christian Schmidt, MdB, Parlamentarischer Staatssekräter beim Bundesminister der Verteidigung und Militärgeneralvikar Apostolischer Protonotar Walter Wakenhut, Katholisches Militärbischofsamt. Foto: Halina Kluge

„Damit ihr Hoffnung habt", war die Losung des2. Ökumenischen Kirchentages, der vom 12. bis 16. Mai in München stattfand. Auch Christian Schmidt, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister der Verteidigung und Fürther Bundestagsabgeordneter, war angereist. Am Stand der Evangelischen und Katholischen Militärseelsorge diskutierte er intensiv mit zahlreichen Gästen sowie Soldatinnen und Soldaten.

Beim Thema „Hoffnung", im Zusammenhang mit anstehenden sicherheitspolitischen Weichen-stellungen, verwies Schmidt auf Mut machende Entwicklungen in Afghanistan und Pakistan, wo die einheimischen Regierungen zunehmend selbst Verantwortung für die Sicherheit übernehmen. Trotzdem sei Sicherheitspolitik unübersichtlicher geworden: „Früher konnte man am Fulda-Gap die Gefahr mit einem guten Feldstecher sehen – heute ist die Frage: Was hat Afghanistan mit uns zu tun?", so Schmidt.

Der Staatssekretär begründete die Auslandseinsätze, sieht aber keinen Einsatz-Automatismus für die Bundeswehr: „Die Regel sollte sein: Soldaten sind zu Hause.“

Schmidt wies auf eine entscheidende, seinerzeit kaum bemerkte politische Weichenstellung hin, die mit dem Begriff des "Comprehensive Approach" (übergreifender Ansatz) verbunden ist; militärische Einsätze werden noch weniger als früher isoliert wahrgenommen, sondern eingebunden in politische und entwicklungspolitische Maßnahmen.

Bei seinem Besuch in München machte Schmidt nicht nur am Stand der Militärsorge Station. „Christliche Werte – Kompass für die Zukunft“, so lautete das Thema einer Podiumsdiskussion mit Militärgeneralvikar Walter Wakenhut am CSU-Stand. Am Nachmittag diskutierte der Staatssekretär dann mit Pfarrerin Cornelia Füllkrug-Weitzel, Direktorin der Aktion Brot für die Welt und der Diakonie Katastrophenhilfe, Dr. Jakob Kellenberger, Präsident des Internationalen Komitees des Roten Kreuzes, Bernhard Gertz, ehemaliger Bundesvorsitzender des Deutschen Bundeswehrverbandes sowie Willy Wimmer, Parlamentarischer Staatssekretär a.D., über das Thema „Krieg und Menschlichkeit – Ist das humanitäre Völkerrecht tot?“


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