Christian Schmidt im Plenum

Christian Schmidt reist zur sicherheitspolitischen Konferenz Shangri-La-Dialog nach Singapure und weiter nach Vietnam

Staatssekretär Schmidt als Podiumsteilnehmer beim pazifischen Pendant zur Münchner Sicherheitskonferenz sowie als Gastredner an der Universität Pham Quang Minh in Vietnam

Freitag, 08.06.2012

Es ist wichtig, sich über die sicherheitspolitischen Zusammenhänge in Südostasien klar zu werden“, resümierte der Parlamentarische Staatssekretär und Fürther Bundestagsabgeordnete Christian Schmidt nach seiner Reise. Diese Region sei zwar nicht „direkt vor unserer Haustür, aber in Zeiten der Globalisierung von großer Bedeutung“, so Schmidt weiter. „Regionale Stabilität in Südostasien muss auch in unserem Interesse sein“, stellte er heraus.

Der Shangri-La-Dialog, dem Schmidt bereits früher beiwohnte, fand zum elften Mal statt. Organisiert wird das sicherheitspolitische Treffen, an dem unter anderem auch der amerikanische Verteidigungsminister Leon Panetta teilnahm, vom International Institute for Strategic Studies in London und der Regierung in Singapur.

Mehr als ein Dutzend Gespräche führte Schmidt am Rande der Konferenz. So traf er beispielsweise mit den Verteidigungsministern des Gastlandes, Südkoreas, Neuseelands und Indonesiens sowie mit dem stellvertretenden Verteidigungsminister aus der Mongolei zusammen. „Ein Verständnis für die asiatische Region ist in Europa leider noch zu wenig vorhanden“, sagte der Staatssekretär. Er begrüßte den intensiven Austausch über die verschiedensten sicherheitspolitischen Aspekte. Abkommen zur Unterstützung im Bereich der Offizierausbildung beispielsweise bestehen mit einigen Ländern aus der Region schon seit vielen Jahren. Die in Deutschland ausgebildeten Offiziere bekleiden nach ihrer Rückkehr oft sehr hochrangige Posten in ihren Heimatländern – bis hin zum Staatssekretär.

 Singapur markierte das erste Ziel von Schmidts sechstägiger Reise. Von dort aus ging es weiter zu politischen Gesprächen nach Thailand und Vietnam. Der Kampf gegen Piraten und die Sicherung der Handelswege bleiben aus der Sicht des Staatssekretärs in den Gewässern um die Philippinen und Malaysia eine „notwendige und wichtige Aufgabe“.

Zusammenkünfte gab es in Thailand mit dem Verteidigungsminister des Landes und in Vietnam mit dem stellvertretenden Verteidigungsminister sowie dem Vizeaußenminister. Die Lage der Menschenrechte war dabei ebenfalls ein Thema. Schmidt tauschte sich auch mit Vertretern der deutschen Stiftungen in der Region aus und sprach mit Vertretern von Nichtregierungsorganisationen.  
Den Abschluss seiner Reise markierte eine Rede zu Grundzügen der deutschen Sicherheitspolitik an der Universität Pham Quang Minh in Vietnam. Mehr als 200 Studenten verschiedener Fakultäten diskutierten mit dem Gast aus Deutschland. Es gebe heutzutage neue Herausforderungen im Bereich der Sicherheits- und Verteidigungspolitik. Sicherheit sei heute – von einem Staat alleine – nicht zu gewährleisten, so Schmidt.


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