Samstag 13.06.2020

Dialog mit der Landwirtschaft

Binnendifferenzierung von roten Gebieten muss Trockenregionen Rechnung tragen

Die neue Düngeverordnung muss transparent, nachvollziehbar und effizient sein. Für die roten Gebiete würde das im besonderen Maße gelten. Hierzu wird aktuell eine Bundesverwaltungs-vorschrift für die Länder erarbeitet, welche die Rahmendaten für eine detaillierte Gebietsabgrenzung –eine sogenannte Binnendifferenzierung- ermöglich soll.

In einer Videokonferenz zwischen Bundeslandwirtschaftsminister a.D. Christian Schmidt, MdB, und dem Präsidenten des Bayerischen Bauernverbandes in Mittelfranken, Günther Felßner der Bezirksbäuerin Christine Reitelshöfer sowie Direktor Dr. Böhmer wurden mögliche Kerninhalte dieser Verwaltungsvorschrift gemeinsam mit dem agrarpolitischen Sprecher der CSU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag, Artur Auernhammer, MdB, erörtert.


Ziel sei es, so Schmidt, den Verhältnissen in Trockenregionen wie z.B. in Franken Rechnung zu tragen, ohne den Schutz des Grundwassers zu vernachlässigen. Nach seiner Auffassung sollten in Modellregionen die summarischen und nachhaltige Nitratbelastungen einer wissenschaftlichen Untersuchung unterzogen werden. Daneben müssten unbürokratische einzelbetriebliche Ausnahmeregelungen in der Verwaltungsvorlage für die Bundesländer vorgesehen werden.

Gemeinsam wurde festgestellt, dass bei der Auflage zur bodennahen Gülleausbringung weitere wissenschaftliche Untersuchungen notwendig seien, um kleinstrukturierten Gebieten und besonders niederschlagsarmen Regionen gerecht zu werden. Alternativen zur extrem schweren Gülleausbringtechnik seien zu prüfen und in der Praxis zu testen.

Zu der einschneidenden Auflage in roten Gebieten, zwanzig Prozent unter Bedarf zu düngen, machten die Vertreter des Bayerischen Bauernverbandes deutlich, dass besonders Sonderkulturbetriebe extrem betroffen und in ihrer Existenz bedroht seien.

Bundesminister a.D. Christian Schmidt, MdB, wies zum Abschluss der Videokonferenz darauf hin, dass sich angesichts des Klimawandels die Verhältnisse in Trockenregionen für die dortigen Landwirte verschärfen würden. Deshalb sei bei den laufenden Verhandlungen zur gemeinsamen Agrarpolitik in Europa (GAP) dieser Aspekt aufzunehmen.


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