Dienstag 28.01.2020

Bundesminister a.D. Christian Schmidt MdB im Dialog mit den Bauern

„Nur wer vernünftig miteinander spricht, kann Dinge gemeinsam bewegen"

„Nur wer vernünftig miteinander spricht, kann Dinge gemeinsam bewegen", betonte Bundesminister a.D. Christian Schmidt MdB gegenüber den Landwirten am Rande des Neujahrsempfanges des Marktes Uehlfeld am vergangenen Samstag. Selbstverständlich war er zu einem Fachgespräch bereit, zumal manche aktuellen Entwicklungen neue Fragen aufwerfen, die Schmidt zu seiner Amtszeit als beantwortet gesehen habe.

In der Unterredung mit dem Wasserexperten des Bayerischen Bauernverbandes, Thomas Pfeiffer aus Mailach und Vertretern von „Land schafft Verbindung" stand die geforderte erneute Novelle der Düngeverordnung im Mittelpunkt des Gesprächs. Er stellte gegenüber Bürgermeister Stöcker fest, dass sich Uehlfeld sehr qualifiziert um solche Fragen kümmere und dankte dafür sehr.

„Wir wollen eine Düngeverordnung auf wissenschaftlicher Basis! Das gilt sowohl auf EU-Ebene, national und in Bayern" so Schmidt. Er wisse, dass die Landwirte großes Interesse an der hohen Trinkwasserqualität hätten, die Deutschland auszeichnen würde. Deswegen plädierte er ebenso wie die Landwirte für Regelungen, die auf wissenschaftlicher Basis stünden, die transparent sowie nachvollziehbar seien und die auch geeignet wären, eine Verbesserung des Grundwassers herbei zu führen. Hierfür habe er in seiner Amtszeit ja eine durchaus anspruchsvolle Düngeverordnung 2017 gestaltet, die man erst einmal wirken lassen sollte.

Das Grundwassermessstellennetz, welches Grundlage für die Einstufung von „Roten Gebieten" sei, werde derzeit vom Bayerischen Umweltministerium überprüft und deutlich ausgeweitet. Damit soll die vom Bund vorgegebene „Binnendifferenzierung" besser erfüllt werden, erklärte der Stimmkreisabgeordnete Hans Herold, MdL, vor den Bauern.

Bundeslandwirtschaftsminister a.D. Christian Schmidt stellte zum Abschluss des Dialogs fest, dass belastbare und repräsentative Messergebnisse als Grundlage einer zielgerichteten Umsetzung der EU-Nitratrichtlinie schon aus Gründen der Rechtssicherheit in Deutschland wichtig seien. Falls Bewirtschaftungs-beschränkungen notwendig werden, setze er sich für einen finanziellen Ausgleich ein.

Gleichzeitig stellte er zusammen mit Hans Herold fest, dass ungerechtfertigte und einseitige Belastungen für die Bauern von ihnen abgelehnt würden.


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