Freitag 17.01.2020

Bundesminister a.D. Christian Schmidt MdB für eine pragmatische Aufhebung der Bonpflicht bei Kleineinkäufen

"Reiche doch eine Pflicht des Händlers, nur auf Kundenwunsch einen Beleg zu erstellen"

 

Bundesminister a.D. Christian Schmidt MdB tritt für eine pragmatische Aufhebung der Bonpflicht bei Kleineinkäufen ein. Schmidt, der selbst aus einer Bäckerei stammt, hat Verständnis für die Verärgerung und Ratlosigkeit über die Sinnhaftigkeit dieser Anweisung des Finanzministeriums.

„Es kann doch nicht darum gehen, jedem Kunden verpflichtend einen Kassenbon auf ökologisch nicht unproblematischem Thermopapier aufzuzwingen, sondern sicherzustellen, dass in jedem Geschäft mit elektronischen digitalen Registrierkassen die Verkäufe steuerlich nachvollziehbar bleiben. Das lässt sich einfacher und besser machen, ohne Papierberge zu produzieren", betont Schmidt.

„Im digitalen Zeitalter soll ja gerade viel weniger Papier gedruckt werden. Deswegen plädiere ich für eine kunden- und übergangsfreundliche Übergangsregelung, bis die neuen Kassen mit technischen Sicherungssystemen (Speichermodulen, digitale Schnittstelle) überall einsatzreif sind (gesetzliche Frist 1. Oktober 2020) und nicht noch Altkassen nachgerüstet werden können. Die Pflicht zur Ausgabe von Kassenbons für eine Butterbreze ist völlig überzogen."

Es reiche doch eine Pflicht des Händlers, nur auf Kundenwunsch einen Beleg zu erstellen. Das sei auch im Rahmen des Gesetzes machbar.

„Lückenlose Steuerehrlichkeit darf und muss der Bundesfinanzminister fordern. Bei der Technik muss aber die Kirche im Dorf bleiben. Es ist nicht zu erklären, wieso wir jetzt massenweise mehr Papier erzeugen müssen, weil wir die Digitalisierung nicht abwarten können. Deswegen muss diese Vorschrift realitätsnah geändert werden", fordert Schmidt.


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