Donnerstag 13.06.2019

Bundesminister a.D. zum Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes zum massenhaften Töten männlicher Küken

"Halte Urteil für nicht verständlich"

Das Bundesverwaltungsgericht hat am Donnerstag, den 13. Juni 2019, sein mit Spannung erwartetes Urteil zum massenhaften Töten von männlichen Küken verkündet. Demnach bleibt, bis zur Einführung alternativer Verfahren, das Töten männlicher Küken vorerst erlaubt.

"Ich persönlich halte dieses Urteil, als derjenige, der sich jahrelang mit viel öffentlicher Förderung um eine Abstellung dieser Praxis gekümmert hat, für nicht verständlich, denn wissenschaftliche Methoden sind ja bereits entwickelt und nutzbar", so Christian Schmidt, ehemaliger Bundeslandwirtschaftminister.

"Als zuständiger Verhandlungsführer hatte ich damals dafür gesorgt, dass die jetzige Regierungskoalition in ihrer Koalitionsvereinbarung (Zeile 4001) kurz und knapp vereinbart hat, dass bis zur Mitte der Legislaturperiode das Töten von Eintagsküken beendet wird. Das ist und bleibt eine klare Ansage für den Tierschutz. Bereits jetzt gibt es in Supermärkten Eier von Hennen, deren Brüder nicht geschreddert worden sind. Der Verbraucher kann mit bewusstem Kaufverhalten damit den wirtschaftlichen Druck noch deutlich verstärken.

Ich bin zuversichtlich, dass alleine die öffentliche Diskussion nach dem Urteil des Bundesverwaltungsgericht dem Tierschutz hilft."


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