Montag 03.12.2012

Festrede des Parlamentarischen Staatssekretärs Christian Schmidt anlässlich der Indienststellung des ersten Karrierecenters der Bundeswehr in Nürnberg am 3. Dezember 2012

Sehr geehrte Damen und Herren,

für viele Soldatinnen und Soldaten und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bundeswehr begann und beginnt ihr berufliches Wirken mit dem Kontakt zur Personalgewinnungsorganisation.Und gerade diese erlebt seit einigen wenigen Tagen, genau seit dem 1. Dezember diesen Jahres, einen Neuanfang. Denn seit diesem Datum hat für die Personalgewinnungsorganisation der Bundeswehr mit der Umsetzung und Einnahme weitreichender struktureller Neuerungen eine neue Zeit begonnen. Offensichtlich wird dies in diesen Tagen durch die offiziellen und feierlichen Indienststellungen der Karrierecenter der Bundeswehr in 16 großen Städten in der Bundesrepublik.

Heute wird, stellvertretend, eine dieser Indienststellungen, die des Karrierecenters der Bundeswehr in Nürnberg, durch Sie, werte Gäste, und mich begleitet. Hierzu mein ausdrückliches Willkommen sowie mein Dank für Ihr Erscheinen.

Sehr geehrte Damen und Herren, zu Zeiten des Kalten Krieges erschien die Wehrpflicht als geeignetes Mittel, den „schnellen Aufwuchs“ der Streitkräfte zu gewährleisten. Sie war 1956 in Deutschland eingeführt worden und sah die Verpflichtung von jungen Männern zum Dienst in den Streitkräften mit Vollendung des 18. Lebensjahres vor. Die Wehrpflicht gewährleistete unter anderem die für die unmittelbare Landesverteidigung erforderliche Truppenstärke. Diese lag im Kalten Krieg bei 495.000 aktiven Soldaten, durch Reservisten sollte und konnte die Bundeswehr schnell auf rund 1,2 Millionen Mann aufwachsen.

Blicken wir zurück, so stellen wir fest, dass bereits in den zurückliegenden Jahren die Länge des Grundwehrdienstes variierte. Die Höchstdauer betrug 18 Monate. Vor dem Aussetzen der verpflichtenden Ableistung wurde nur noch zum 6-monatigen Grundwehrdienst einberufen. Insgesamt leisteten so bis zum Januar 2011 insgesamt 8,4 Millionen Männer ihren gesetzlichen Wehrdienst ab. Das Aufgabenspektrum der Bundeswehr hat sich zuletzt jedoch stark verändert. Deutsche Streitkräfte nehmen an friedensstiftenden Auslandseinsätzen teil. Weltweite Einsätze stellen andere Anforderungen an unsere Streitkräfte als eine unmittelbare Verteidigung Deutschlands. Vor diesem Hintergrund hatte die Bundesregierung am 15. Dezember 2010 beschlossen, die verpflichtende Einberufung zum Grundwehrdienst auszusetzen, also auf Zwangseinberufungen zu verzichten. Damit wurde die Dienstleistung der Kreiswehrersatzämter nicht mehr in vollem Umfang benötigt, die bis zum diesem Zeitpunkt vorrangig mit der Einberufung und Musterung von Wehrpflichtigen beschäftigt waren. Und dies taten sie gut.

An die Stelle des Grundwehrdienstes trat ein neuer Freiwilliger Wehrdienst von bis zu 23 Monaten – für junge Frauen und Männer. Dieser neue Freiwillige Wehrdienst stärkt den Austausch zwischen Gesellschaft und den Streitkräften. Er ermöglicht jungen Männern und Frauen, einen Dienst für die Gemeinschaft und einen Beitrag für das Gemeinwohl zu leisten. Leitbild ist hierbei der Staatsbürger in Uniform. Neben Zeit- und Berufssoldaten sind Freiwillige ein wichtiger Grundpfeiler der Bundeswehr, da auch längerdienender Nachwuchs aus ihnen gewonnen wird. Der Freiwillige Wehrdienst bietet darüber hinaus die Möglichkeit, die Bundeswehr zunächst kennenzulernen und zu erleben, bevor sich die jungen Frauen und Männer für längere Zeit verpflichten. So lag es also nahe, dass dieser Bereich auch im Prozess der Neuausrichtung näher ins Blickfeld rückte. Elemente der Personalgewinnung waren an verschiedenen Stellen zu finden. Beispielsweise deckten den Personalbedarf der Streitkräfte 5 Zentren für Nachwuchsgewinnung sowie die Offizierbewerberprüfzentrale im Personalamt der Bundeswehr in Köln, Hannover, München, Düsseldorf, Wilhelmshaven und in Berlin. Hier fand die Steuerung der Wehrdienstberatung ebenso statt wie das Assessment, die sog. Eignungsfeststellung junger Frauen und Männer für ihren Dienst in den Streitkräften. Hier war auch die Wehrdienstberatung angebunden. Sie war mit ihren 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, allein im Jahr 2011, knapp 12.000 Mal an Schulen, auf Berufsbildungs-messen oder auf Marktplätzen unterwegs und konnte so über 60.000 Berufsberatungen durchführen. Das war eine beeindruckende Leistung. Wichtig ist vor allem der persönliche Dialog, den die Berater auf Messen und Großveranstaltungen, oder auch im „Außendienst“ suchen und anbieten. „Außendienst“ meine ich in diesem Zusammenhang wörtlich: Auto und Laptop sind bereits heute die wichtigsten Arbeitshilfen der Berater, die auf Anfrage oder – wo möglich – auch initiativ in die Sportvereine, an die Schulen, in die Universitäten, zu den Jugendgruppen, auf die Jugendevents oder auch in Einkaufszentren gehen und Berufsberatung machen. Die damit verbundene Arbeit schlägt sich im Erfolg der Personalgewinnung nieder. Im letzten Jahr konnte in den Streitkräften der Bedarf in allen Laufbahnen nahezu vollständig und mit gleichbleibend hoch qualifizierten Bewerbern gedeckt werden. Ebenso positiv stellt sich die Bilanz der zivilen Personalgewinnung dar. Der Bedarf für die zivilen Laufbahnen ist zwar erheblich geringer im Vergleich zu den Streitkräften, doch durch die Unterschiede im technischen wie nichttechnischen Verwaltungsdienst vergleichbar komplex in der Personalwerbung und Personalauswahl. Somit können wir auch im zivilen Segment der Personalgewinnung auf sehr positive und erfolgreiche Erfahrungen zurückschauen.

Sehr geehrte Damen und Herren, mit dem Blick auf die Zukunft bot sich die Möglichkeit und gleichzeitig eine Chance im Rahmen der Neuausrichtung der Bundeswehr neue Wege zu beschreiten. Mit der Entscheidung des Bundesministers der Verteidigung, Herrn Dr. Thomas de Maizière zur Neuausrichtung der Bundeswehr vom 18. Mai 2011 wurde von Anfang an die Neuausrichtung der Personalgewinnungsorganisation der Bundeswehr zu einem Auftritt als einen Arbeitgeber für zivile wie auch militärische Laufbahnen ganz besonders priorisiert. Dieser Ansatz erforderte ein Zusammenführen unserer beiden bislang unabhängig voneinander agierenden Zweige der zivilen und militärischen Personalgewinnung bei zeitgleicher Auflösung bislang bekannter Strukturen. Die Bundeswehr ist dabei einer der größten Arbeitgeber in Deutschland. Sie bietet, mit ihren unterschiedlichen Laufbahnen und Werdegängen für jede Zielgruppe und für jedes Bildungsniveau Karrierepotenziale. Das ist in dieser Form nahezu einmalig in Deutschland. Die Bundeswehr ist - so bestätigen mir auch externe Studien - bei den jungen Menschen als Arbeitgeber nicht nur bekannt, sondern auch attraktiv. Aktuell liegt die Bundeswehr auf Platz 3 der Attraktivitätsskala. So waren wir in den zurückliegenden 5 Jahren immer unter den Top Ten.

Dafür gibt es aus meiner Sicht gute Gründe: Der Arbeitgeber Bundeswehr bietet schon in jungen Jahren ein hohes Maß an personeller wie fachlicher Verantwortung, berufliche Qualifizierungsvielfalt sowie individuelle persönliche Entwicklungsmöglichkeiten - inklusive der Ausprägung interkultureller Kompetenz.

Sehr geehrte Damen und Herren,die positive wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland, zweifelsfrei höchst erfreulich in der Gesamtbetrachtung, stellt die Bundeswehr als Arbeitgeber jedoch vor neue Herausforderungen. Gott sei Dank gibt es Regionen mit einer annähernden Vollbeschäftigung. Dadurch hat sich - und das ist die zweite Seite der Medaille - der Konkurrenzkampf um qualifizierte Bewerberinnen und Bewerber erheblich intensiviert. Die Bundeswehr ist nach Aussetzung der verpflichtenden Einberufung zum Grundwehrdienst keine Berufsarmee geworden, sondern eine Freiwilligenarmee. Zwei Drittel aller Soldaten sind Zeitsoldaten.Die größte Herausforderung für die Personalgewinnung der Bundeswehr bleibt aber der bereits vielzitierte demographische Wandel in unserer Gesellschaft. Denn dies bedeutet konkret, dass sich die Anzahl junger Menschen, welche für einen Dienst in der Bundeswehr in Frage kommen, fast halbiert. Am Beispiel der Streitkräfte lässt sich die Dramatik dieser Entwicklung verdeutlichen: Bei einer Stärke der Streitkräfte von 170.000 Berufs- und Zeitsoldaten kommen wir auf einen jährlichen Rekrutierungsbedarf von rund 13.000 Soldatinnen und Soldaten. Da aber nicht jeder geeignet ist, der sich bewirbt, sollten wir von 40.000 notwendigen Bewerbungen ausgehen. Hinzu kommen etwa 20.000 junge Frauen und Männer, die sich für einen Freiwilligen Wehrdienst interessieren sollten, da wir sonst nicht auf die gewünschte Anzahl der Freiwillig Wehrdienst Leistende kommen. Damit benötigen wir etwa 60.000 junge Frauen und Männer, die sich in jedem Jahrgang ernsthaft für die Bundeswehr als Arbeitgeber interessieren müssen. Dem stehen heute deutlich weniger junge Männer und junge Frauen in jedem Geburtsjahrgang gegenüber, als noch vor einigen Jahren. Vor dem Hintergrund dieser Zahlen wird deutlich, welcher Herausforderung die Personalgewinnung gegenüber steht. Und die Zahlen belegen: Die Demografie ist der eigentlich limitierende Faktor für die Größe der Bundeswehr. Damit die Bundeswehr einsatzfähig bleibt und ihre Strukturen zukunftsfest sind, müssen wir Personal abbauen, umbauen und aufbauen – und das alles gleichzeitig und unter den Bedingungen eines verschärften Wettbewerbs um junge Menschen. Die Herausforderung für die zivile Personalgewinnung liegt auch zukünftig in der Gewinnung von Personal für die technischen Laufbahnen, da hier der Wettbewerb besonders ausgeprägt ist.

Sehr geehrte Damen und Herren,um diesen Anforderungen gerecht zu werden, gehen wir heute, stellvertretend für eine ganze Organisation, einen großen Schritt voran.Hier in Nürnberg stellen wir heute offiziell und feierlich das erste von 16 Karrierecentern der Bundeswehr in Dienst. Dieses wird zukünftig u. a. verantwortlich sein für die Reservistenbearbeitung und den Berufsförderungsdienst. Hierbei gilt es, regionale Besonderheiten ebenso zu beachten wie mögliche Präferenzen junger Menschen zu bestimmten Bereichen. Daher ist es gerade unser Ziel, auch vor Ort als Ansprechpartner für den Arbeitgeber Bundeswehr zur Verfügung zu stehen.

Wir brauchen aber auch Ihre Unterstützung. Das Angebot, mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Medien sowie Interessens-vertretungen ins Gespräch zu kommen, ist genauso wichtig. Dass uns dies in den letzten Jahren gelungen ist, beweisen sicherlich die unterschiedlichsten Kooperationen. Aber es gilt, sich darauf nicht auszuruhen. Vielmehr – und gerade durch die bereits angesprochenen Rahmenbedingungen – ist es notwendig, Möglichkeiten der Zusammen¬arbeit und des gemeinschaftlichen Wirkens zu suchen. Dieses Angebot darf ich Ihnen an dieser Stelle ausdrücklich unterbreiten. Es sollte unser gemeinschaftliches Ziel sein, vielen der jungen Menschen in der Region eine sichere und attraktive berufliche Perspektive geben zu können. Und die Bundeswehr möchte hierzu ihren Beitrag leisten.Die neue Personalgewinnungsorganisation wird ihren Beitrag zur verbesserten Potenzialausschöpfung leisten.

Wenn ich diese neue Personalgewinnungsorganisation betrachte, stehen für mich vor allem zwei Effekte ganz besonders im Vordergrund: Zum einen gelingt es zum ersten Mal, den gesamten Prozess der Personalgewinnung zusammenzuführen. Damit ist das komplette Verfahren umfasst - von Werbung und Beratung über die Einstellung in die Bundeswehr und sogar darüber hinaus bis hin zur Aussteuerung, inklusive des Berufsförderungs¬dienstes. Und dies, das möchte ich besonders herausstellen, militärisch und zivil gemeinsam. Das bedeutet unter anderem, dass die Bundeswehr nunmehr, als ein Arbeitgeber auftritt und flexibel alle Angebote kommunizieren kann. Und es bedeutet auch, dass keine Interessentin und kein Interessent mehr verloren geht, nur weil man vielleicht für eine soldatische Laufbahn nicht geeignet ist oder bei Beratung das Interesse verliert. Ein adäquates ziviles Angebot kann zukünftig unmittelbar und vor Ort alternativ unterbreitet werden. Die Erfahrung zeigt, dass allein hierin viele positive Effekte und eine gesteigerte Potenzialausschöpfung zu finden sein wird. Der Binnenarbeitsmarkt war für die Bundeswehr schon immer von großer Bedeutung und wird auch in Zukunft unter den genannten Rahmenbedingungen – und hier vor allem dem anhaltenden Fachkräftemangel – eine wichtige Rolle einnehmen. Um auch künftig genügend Bewerber für einen zeitlich befristeten Dienst in den Streitkräften gewinnen zu können, muss die Bundeswehr neben anderen attraktiven Wettbewerbsfaktoren auch zukunftsorientierte zivilberufliche Aus- und Weiterbildungsangebote sowie verlässliche Anschlussperspektiven in die Waagschale werfen können.

Gerade durch das Zusammenspiel von Berufsförderungsdienst und ziviler Personalgewinnung in einer gemeinsamen Struktur eröffnet sich für ausscheidenden Soldatinnen und Soldaten die Möglichkeit einer weiteren Karriere beim Arbeitgeber Bundeswehr. Man kann vielleicht von einer „Drehtür nach innen“ sprechen.

Sehr geehrte Damen und Herren,mit der Aufstellung der Karrierecenter wie hier in Nürnberg sowie mit Implementierung einer neuen Personal-gewinnungsorganisation geht die Bundeswehr im Werben um interessierte Frauen und Männer einen neuen und ich sage: einen richtigen Weg! Lassen Sie mich nun den Fokus auf das Karrierecenter hier in Nürnberg richten. Mit der heutigen Indienststellung und damit verbunden den neuen Aufgaben gibt das Karrierecenter der Bundeswehr Nürnberg auf der einen Seite eine der bisherigen Hauptaufgaben der Kreiswehrersatzämter, die ärztliche und psychologische Untersuchung sowie Einplanung für einen freiwilligen Wehrdienst von 7 bis 23 Monaten, auf. Alles, was sich rund um das Assessment rankt, wird künftig im Karrierecenter München erfolgen. Für Nürnberg, das die verbliebenen Tätigkeitsfelder der Kreiswehrersatzämter Würzburg, Bamberg, Weiden und Regensburg fortführt, ist mit der neuen Struktur aber auch eine erheblicher Aufgaben- und damit Bedeutungszuwachs verbunden.

Für ein Gebiet, das weit über die Metropolregion hinausgeht, nämlich ganz Franken, die Oberpfalz und Niederbayern, übernimmt das Karrierecenter ab 2014 die Betreuung der Reservisten einschließlich der Dienstleistungsüberwachung. Vor allem aber obliegt ihm für Franken und die Oberpfalz die wichtige Aufgabe der Berufsförderung. Während der Dienstzeit und nach dem Ausscheiden aus dem Dienst werden die Zeitsoldaten qualifiziert und erhalten Hilfen zur Wiedereingliederung in das zivile Erwerbsleben, bis hin zum Meisterbrief oder Studium.

Lassen sich mich vor diesem Hintergrund, abschließend auch den Blick nach vorne, in ein für uns alle sicherlich besonderes Jahr 2013, werfen.Denn um auch in Zukunft Personalgewinnung erfolgreich betreiben zu können, bedarf es einiger Voraussetzungen, welche die Bundeswehr nicht allein schaffen kann. Ich werbe daher noch einmal um Ihre Unterstützung. Die Bundeswehr hat ihren Platz in der Mitte der Gesellschaft gefunden. Das ist mehr als eine Deutung unseres Grundgesetzes. Die Bundeswehr in der Mitte unserer Gesellschaft – das beschreibt eine Realität, wie wir sie an vielen Orten in Deutschland erleben. Die Anteilnahme der Bevölkerung an Trauerfeiern für gefallene Kameradinnen und Kameraden ist dafür ein beeindruckendes Zeugnis. Nach einer Studie des Sozialwissenschaftlichen Instituts der Bundeswehr zur neuen Kernbotschaft der Bundeswehr vom September 2011 haben drei Viertel der Bundesbürger eine positive Einstellung zur Bundeswehr. Das ist ein sensationell hoher Wert. Die Bundeswehr in der Mitte unserer Gesellschaft – das beschreibt zum anderen aber auch einen Wunsch vieler Soldatinnen und Soldaten. Sie wünschen, dass ihr Dienst mehr als bloß zur Kenntnis genommen wird. Zu Recht, denn er oder sie verdient Wertschätzung. In einer Befragung zum Imagekern der Bundeswehr vom Juni 2011 bewerteten die Soldatinnen und Soldaten das Ansehen der Bundeswehr in der Gesellschaft sowie das Ansehen des Soldatenberufs überwiegend als mittelmäßig bis niedrig. Daher gilt es, auch mit der neuen Personalgewinnungsorganisation die neue Kernbotschaft zu kommunizieren. Und dies erreicht sie durch ihre Struktur nicht aus der Ferne, sondern durch das Karrierecenter in der Region.

Die Bundeswehr braucht aber auch Möglichkeiten, erlebbar zu sein. Für junge Menschen, für Multiplikatoren, durch Truppenbesuche wie auch durch Veranstaltungen auf den Marktplätzen der Städte und Gemeinden.Die Bundeswehr ist weiterhin auf sämtliche Dialogmöglichkeiten mit jungen Menschen angewiesen. Sei dies online in den Neuen Medien, auf Messeveranstaltungen oder auch an den Schulen. Die Bundeswehr braucht Dialog und Austausch mit Multiplikatoren, mit der Gesellschaft, letztlich mit Ihnen, meine Damen und Herren. Die Bundeswehr braucht Diskurs, braucht Auseinandersetzung, braucht Wahrnehmung im alltäglichen Leben, denn sie ist ein Teil dieses alltäglichen Lebens. Vielleicht nicht sofort bemerkbar, doch immer - in unterschiedlichsten Formen - präsent. Und gerade hier sieht sich auch die neue Personalgewinnungsorganisation. Durch die Präsenz in der Fläche mit ihren Karriereberatern und den Karrierecentern möchte die Bundeswehr einen Beitrag für die Einbindung der Bundeswehr in die Gesellschaft leisten. Indem die Personalgewinnungsorganisation auch bewusst den Kontakt als Ansprechpartner für den Arbeitgeber Bundeswehr zu Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Medien sucht, bildet sich auch eine wichtige Bindegliedfunktion aus.

Und wie wichtig dies Ihnen und mir ist, zeigt sich schon dadurch, dass sie heute alle hier gemeinsam mit mir die Indienststellung des Karrierecenters feiern.Die Bundeswehr in der Mitte unserer Gesellschaft – das beschreibt auch unseren Anspruch als Bundeswehr. Ein Anspruch, der Konsequenzen hat für die Kommunikation der Bundeswehr. Die Bundeswehr in der Mitte der Gesellschaft – das ist Realität, Wunsch und Anspruch. In der Bundeswehr erlebe ich dies. „Wir dienen Deutschland“ - dieser Satz ist keine hohle Phrase - die Soldatinnen und Soldaten und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bundeswehr setzen sich aktiv und ganz konkret für die Werte unserer freiheitlich-demokratischen Ordnung ein - in der Heimat ebenso wie im Ausland. Auf diesen Dienst - und schon auf ihre Bereitschaft dazu - sind die Angehörigen der Bundeswehr stolz. Zu Recht. Wichtig ist für mich, dass unsere Arbeit stets getragen ist von Respekt und öffentlicher Wertschätzung für die Soldatinnen und Soldaten und für unsere zivilen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. „Ich treffe bei der Bundeswehr auf Menschen mit der Bereitschaft, sich für etwas einzusetzen - gewissermaßen auf „Mut-Bürger in Uniform.“ So hat es unser Bundespräsident am 12. Juni bei seinem Antrittsbesuch bei der Bundeswehr gesagt. Er trifft damit genau den Kern. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter - mit und ohne Uniform - sind unser wertvollstes Gut.Und die Personalgewinnungsorganisation unterbreitet allen das Angebot daran teilzuhaben.

Ich appelliere in diesem Zusammenhang an Sie als Vertreter des öffentlichen Lebens und an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter meines Verantwortungsbereiches, der Personalgewinnung eine Chance zu geben. Das Jahr 2013 wird neben den eingeleiteten Veränderungen auch noch nicht absehbare Herausforderungen mit sich bringen, welche es zu bewältigen gilt. Neue Wege sind dahingehend nun beschritten. Jetzt gilt es diese zu festigen und zu etablieren. Mit einem Karrierecenter wie hier in Nürnberg ist die Bundeswehr als Arbeitgeber attraktiv und präsent aufgestellt. So können wir unseren Dienst für Deutschland auch in Zukunft auf bewährtem Niveau leisten.Vielen Dank!


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